Pläne des Bundesumweltministeriums
Störsender sollen Kraftwerke schützen

Um Atomkraftwerke vor Terrorangriffen zu schützen, plant das Bundesumweltministerium laut eines Zeitungsberichts die Installation von Störsendern. Sie sollen verhindern, dass ein Passagierflugzeug über einem AKW zum Absturz gebracht wird, indem sie die Navigationssysteme behindern.

HB HANNOVER. Das Bundesumweltministerium hat sich laut der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“ mit den Betreibern deutscher Atomkraftwerke auf Maßnahmen für den Terrorschutz verständigt. Künftig solle mit Störsendern der Gefahr vorgebeugt werden, dass ein Verkehrsflugzeug gezielt über einem AKW zum Absturz gebracht wird, berichtet die Zeitung aus einer vertraulichen Abmachung. Die Sprecherin von e.on-Kernkraft, Petra Uhlmann, bestätigte, dass man sich mit dem Bundesumweltministerium verständigt habe. „Wir werden so schnell wie möglich an die Umsetzung gehen“, sagte Uhlmann dem Blatt.

Über den Kraftwerken herrscht normalerweise ein Überflugverbot. Störsender sollen nun verhindern, dass Flugzeuge Kraftwerke mit Hilfe satellitengestützter Navigationssysteme ansteuern können. Zwischen dem Bundesumweltministerium und den Betreibern sei Einigkeit über die Verwirklichung des Tarnkonzeptes erzielt worden. So sei der Staat zuständig für die Störung der Navigationssysteme in der Umgebung der Kernkraftwerke. Die Betreiber, also die Stromkonzerne, sollten aber die Störsender installieren und die Kosten der „Installation, des Betriebs und der Wartung“ übernehmen. Das Schutzkonzept solle am niedersächsischen Kraftwerk Grohnde bei Hameln erprobt werden.

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