Countdown für Doktor Schavan

Plagiatsaffäre
Countdown für Doktor Schavan

„Ihr Verbleib im Amt wäre ein Bärendienst“

Die Opposition hat sich jedenfalls schon einmal positioniert: Klar sei, dass bei einer Aberkennung des Doktortitels „Frau Schavan nicht Bundesministerin bleiben kann“, wird der bildungspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Ernst Dieter Rossmann, in der „Welt“ zitiert. Das Ganze sei für die Ministerin in jedem Fall „hochpeinlich“. „Für den Fall, dass die Universität Frau Schavan den Doktorgrad entzieht, kann sie nicht Ministerin für Bildung und Forschung bleiben“, sagt auch die wissenschaftspolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion, Krista Sager.

Schon zum Start des Verfahrens hatte Grünen-Fraktionschef Jürgen Trittin gesagt: „So lange das Verfahren läuft, gilt die Unschuldsvermutung.“ Sollte Schavan der Doktortitel allerdings aberkannt werden, wäre sie als Ministerin für Forschung nicht mehr tragbar. Und Parteichefin Claudia Roth bekräftigte damals: „Wenn Annette Schavan der Doktortitel aberkannt werden würde, wäre ihr Verbleib im Amt ein Bärendienst an der Wissenschaft.“

Rückendeckung erhält die Ministerin dagegen erneut aus der Koalition. „Ich habe stets betont, dass ich Annette Schavan uneingeschränkt vertraue, daran hat sich nichts geändert“, sagt CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe.

Für die Mehrheit der Deutschen wäre Schavan ohne Doktortitel als Ministerin nicht mehr tragbar: So sprechen sich 62 Prozent der Bundesbürger für einen Rücktritt der Bildungsministerin bei einer Aberkennung ihres Doktortitels aus. Das ergab eine repräsentative Emnid-Umfrage für den „Focus“. 34 Prozent der Befragten sind demnach der Meinung, die CDU-Politikerin kann auch dann im Amt bleiben, wenn sich die Vorwürfe wegen ihrer Doktorarbeit bestätigen sollten.

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Kommentare zu "Countdown für Doktor Schavan"

Alle Kommentare
  • PisaPisa

    wann schmeißt das HB den PisaPisa endlich aus den Foren.
    Dieser Typ ist ein Klugscheißer u. Oberlehrer .
    Er ist der Wasserträger von Schavan u. wahrscheinlich ein politischer Schwätzer .

    Recht geht doch vor Unrecht ! Schavan ist den Doktortitel los .Die Unis sorgen eben für Gerechtigkeit .
    Bravo den Profs der Uni! Wo ist der nächste politische Blindgänger !

  • Sind sie besoffen oder so dämlich?

  • G4G, Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Doktorarbeit ist, dass man Texte nicht nur lesen kann, sondern sie auch versteht. Bevor Sie sich über die Qualität von Doktorarbeiten auslassen, sollten Sie sich erst mal das nötige Rüstzeug zulegen. Wo steht in obigem Artikel, dass Schavan mit 32 Seiten Doktor geworden ist? Zeigen Sie es mir, wo?

  • Sie meinen also ungefähr so, wie sich sich durch die Schreibweise "desavoiert" desavouieren?

  • Mit 32 Seiten ein "Doktor" ?! Ich glaube es nicht !!
    Das ist ja wohl ein schlechter Witz.
    Wer so scheinheilig wie Schavan rüberkommt und ewig die streng gläubige Frau Oberlehrerin spielt, darf sich nicht wundern wenn er (sie) jetzt über die selbe Klinge wie der charmante KT springen muss.
    Die eigene Unsportlichkeit dieses in der Lobby verankerten laufenden Meters, darf kein Hindernis für einen Rausschmiss 3.-er Klasse werden.

  • Sie greifen Schavan an, setzen aber selbst irgendwelche Behauptungen in den Raum, die zeigen, dass Sie wenig Ahnung von den Zusammenhängen haben. Erklären Sie uns doch mal, warum ein Beamter im Falle der Aberkennung seines Doktortitels entbeamtet werden würde. Wie würde dies Ihrer Meinung nach denn ablaufen? Wahrscheinlich wissen Sie gar nichts darüber, aber Sie traktieren uns hier mit Ihrem Halbwissen.

  • wenn Schavan durchkommt, werden alle jetzigen und zukünftigen Studenten, die ehrlich an ihrer Dissertation arbeiten, desavoiert.

  • Naja, Herr Brüdele hat mirt seinem Vorgehen bei der Sernreporterin aus Granit gebissen.

    Aber nicht jede Frau ist von Stern

  • Ich habe 1982 an der TU München in Ingenieurswissenschaften promoviert. Es war ein Qualitätsmerkmal, wenn man sich intensivst mit der entsprechenden Fachliteratur beschäftigt hat und diese zitiert hat. Dazu kam dann das eigenständig Erforschte. An sich kann ich die Beweggründe für die Plagiate deshalb nicht verstehen, es sei denn, es gibt nicht viel Eigenständiges in der Arbeit.
    Was Frau Schavan angeht stellt sich noch die Frage: Wer soll sich jetzt von Grund auf schämen ??

  • Meine Magisterarbeit habe ich auch noch mit einer Schreibmaschine schreiben müssen - da musste man höllisch aufpassen, und es passierten doch noch nach 20maligem Gegenlesen durch Kommilitonen am Ende TIPPfehler, aber DEFINITIV keine "Zitierfehler".
    Diese faule Ausrede, es sei ja alles soooo viel schwieriger als heute gewesen, ist ein Bummerang: gerade heute sind dank Computer wesentlich schneller Fehler möglich, nicht aber damals!

    Für wie dumm hält diese Dame die Bevölkerung eigentlich? Auf zahlreichen Blogs wie http://plagiatschavan.wordpress.com lachen sich die Leute schon über jede neue Ausrede kapputt. Das Amt ist bereits zum Gespött geworden, schon allein wegen der Parteinahme durch offensichtlich finanziell abhängige Organisationen und Forscher - von alten katholischen Weggefährten völlig abgesehen.
    Die Sache ist nur noch peinlich und gewissenlos.

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