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Plagiatsfälle: Unis sollen Doktoranden besser kontrollieren

Als Konsequenz der jüngsten Plagiatsfälle will die Hochschulrektorenkonferenz neue Regeln für Doktorarbeiten einführen. Doktoranden sollten eine eidesstattliche Erklärung mit ihrer Arbeit abgeben.

Karl-Theodor zu Guttenbergs zu großen Teilen abgeschriebene Doktorarbeit hat die Diskussion eingeleitet. Quelle: Reuters
Karl-Theodor zu Guttenbergs zu großen Teilen abgeschriebene Doktorarbeit hat die Diskussion eingeleitet. Quelle: Reuters

BerlinDie Hochschulrektorenkonferenz (HRK) will aus den jüngsten Plagiatsvorwürfen Konsequenzen ziehen. Eine Analyse der aktuellen Fälle sei in Arbeit, sagte HRK-Präsidentin Margret Wintermantel am Freitag im Deutschlandradio Kultur. Doktoranden sollten regelmäßig über die Fortschritte ihrer Arbeit berichten. Vielleicht müsse man gerade bei externen Promotionen, wie im Falle des Ex-Verteidigungsministers Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU), genauer hinschauen, betonte Wintermantel.

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Die Professorin griff auch den Vorschlag der Universität Bayreuth auf, nach dem Doktoranden künftig eine eidesstattliche Erklärung abgeben sollten. Betrugsfälle seien aber auch in Zukunft nicht vollständig auszuschließen, sagte Wintermantel.

Nachdem Guttenberg der Doktortitel vor zweieinhalb Monaten entzogen wurde, ist nun auch die Tochter des ehemaligen bayerischen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber (CSU), Veronica Saß, ihren Doktortitel los. Die ebenfalls unter Plagiatsverdacht stehende FDP-Europaabgeordnete Silvana Koch-Mehrin legte am Mittwoch alle Parteiämter nieder und trat als Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments zurück.

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