Deutschland

Diskussion: Kommentare zu: CDU will Schavan für den Bundestag

Karikatur eines Community-Trolls

Liebe Leserinnen und Leser,

kennen Sie Trolle? Das sind Unholde, die nichts Gutes im Schilde führen. Internet-Trolle gibt es auch. Das sind solche, die „Beiträge verfassen und sich darin auf die Provokation anderer Gesprächsteilnehmer beschränken“, heißt es in den einschlägigen Definitionen. Solche Provokationen würgen eine Diskussion ab. Internet-Trolle sind also Menschen, die wir in unserer Handelsblatt-Online-Community nicht brauchen. Was wir gut finden, sind Kommentatoren. Gerne solche, die auf den Punkt kommen - von uns aus kurz und schmerzhaft.
Am meisten freuen wir uns, wenn Sie zu Ihrer Meinung mit Ihrem Namen stehen. Wir möchten wissen, mit wem wir diskutieren, und Sie haben ein Recht zu wissen, mit wem Sie sich auseinandersetzen. Wir glauben, dass es zu einem fairen Umgang miteinander im Netz gehört, sich offen gegenüberzutreten.

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  • 24.01.2013, 10:02 Uhroeconom

    Hat Frau Schavan gegen die damals geltenden wissenschaftlichen Regeln für die Erstellung einer Dissertation verstoßen oder nicht - nur darum geht es.

    Der erste Gutachter hat diese Frage klar beantwortet. Und zwar unter vollem Einsatz seiner persönlichen und wissenschaftlichen Integrität.

    Die Ministerin sollte dies erkennen und handeln.

    • 24.01.2013, 10:16 UhrSayTheTruth

      GEZ-TV-ZDF gestern: "Schavan-Schleichwerbung im »heute journal«:

      Wie das ZDF die CDU-Ministerin in Plagiatsaffäre beschützt

      Eigentlich war es eine journalistische Steilvorlage für die ZDF-Leute: Erst nach Ende der Tagesschau, aber mit einigem Vorlauf zum »heute journal« hatte am Dienstag der Rat der Philosophischen Fakultät Düsseldorf seine mit Spannung erwartete Entscheidung im Plagiats-Verdachtsfall Schavan bekannt gegeben. Doch was Moderator Claus Kleber in einem Dreiminüter präsentierte, war eine News-Version, die so weichgespült wirkte, als wäre sie von Schavans Presseteam produziert worden. ..." (k.pp)

    • 24.01.2013, 10:21 UhrSayTheTruth

      Frau Schavan verkörpert alle Eigenschaften, die man sonst als Vorurteile gegen Frauen in Führungspositionen angeblich vollkommen grundlos hat als Mann:

      - aussitzen, Kleben am Sessel, Inkompetenz, führungsschwach, abducken

      Mit den Eigenschaften schadet sie nur den vielen felissigen und fähigen Frauen, die nicht hochgelobt wurden durch die Politik sondern sich hochgekämpft haben mit Kompetenz und Weitsicht. Das alles fehlt bei Frau schavan und auch bei Merkel. Die Politik ist nicht in der Lage fähige Köpfe an der Spitze hervorzubringen.

      Im Gegenteil leider. Merkels Männer die sie zulässt um sich herum glänzen mit Unterwürfigkeit und/oder Dummheit und/oder Kadavergehorsamkeit. Was soll Deutschland mit so einer CDU - die sich allem unterwirft was uns herausfordert als Deutsche ? Soll das unsere Zukunft sein ? Lieber nicht !

    • 24.01.2013, 13:18 UhrSayTheTruth

      Vroniplag kann ja mal die Einhaltung angegebener Quellen von Frau Merkels Doktorarbeit prüfen:

      http://www.4shared.com/document/dTHTXgKK/AM_Disspdf.html

      Nicht dass es da auch "Überraschungen" gibt ...

  • 24.01.2013, 10:13 Uhrbtw

    Frau Dr.Selbstgerecht im Kreuzfeuer der Kritik(en).

    Was sie daraus lernen wird?

    Vermutlich nichts.

  • 24.01.2013, 10:31 UhrZebulon

    Hat sie oder hat sie nicht - muss sie gehen oder muss sie nicht? Das bewegt z.Zt. die Republik! Die Inhalte ihrer Diss sind doch wie bei den meisten Dissertationen wissenschaftlich uninteressant. Die Lösung: Abschaffen der Anredefähigkeit (Herr Doktor, Frau Doktor), Doktorgrad wird nicht mehr in Pass und Persausweis eingetragen (warum auch? Akad. Grade sind in D kein Namensbestandteil - anders A und CH).Und was Frau Schavan betrifft: Abstufung ihres Studienabschlusses in "Rite", damit sie einen akad. Abschluss und nicht nur Abi hat.

    • 24.01.2013, 11:17 UhrSchadensbegrenzung

      Den Gefallen, den gesamten Wissenschaftsbetrieb in Deutschland in den Abgrund zu reißen, sollte man Schavan nun wirklich nicht tun. Mag ja sein, dass Sie selbst keinen Titel haben und sich darüber ärgern, aber das ist noch lange kein Grund, ihn anderen, die ihn auf seriöse Weise erlangt und dabei im Regelfall große Entbehrungen auf sich genommen haben, zu neiden und abzuerkennen.

    • 24.01.2013, 11:44 UhrZebulon

      Neid? Wissenschaft am Abgrund? Eitelkeiten und Privilegien! Lasst uns doch nicht in die K&K-Usancen zurückkehren: Eminenz, Exzellenz, Hochwohlgeboren, Herr Geheimrat, Baron soundso, SKKH, Hoheit, Herr Professor, Frau Metzgermeistersgattin ... Warum gibt´s denn diese Schmutzeleien im Wissenschaftsbetrieb: Titelkauf, Plagiieren etc.? Man möchte Eindruck schinden, sich schon mal abheben vom gemeinen Volk, Kompetenz (Potenz) vortäuschen. Nicht umsonst wird vermutet, dass Herr Dr. Arzt oder Österreicher ist. Ein Arzt ohne Dr. ist halt kein richtiger Arzt oder? Ein Pfarrer ohne Hochwürden ist ja auch kein richtiger Mittler zum Herrn. Ergo: Die Wissenschaft ist nicht in Gefahr und Neid? Ich bin mit akad. und außerakad. "Titeln" versorgt. Nichts für ungut!

    • 24.01.2013, 17:27 UhrSchadensbegrenzung

      Okay, Zebulon, Sie nennen einige bedenkenswerte Punkte. Ein Titel sollte niemals Maßstab für den Wert eines Menschen sein. Andererseits: Ist diese Forderung nicht ebenso realitätsfern und idealistisch (so richtig sie auch ist) wie die Forderung, niemandem nach seinem Vermögen zu bewerten? Und den Dr.-Titel als Namenszusatz auf Ärzte zu beschränken, wie es derzeit immer wieder vorgeschlagen wird, würde a) das Problem mit den nicht promovierten Ärzten nicht lösen, b) der Realität nicht gerecht werden, denn die meist in einem halben Jahr runtergedonnerten Doktorarbeiten von Ärzten, die in der Regel eher eine Pro-Forma-Sache sind, stehen in keiner Relation zum Aufwand, der für Dissertationen in den meisten anderen Fächern betrieben werden muss. Außerdem ist ein Dr.-Titel ein gewisser Schutz für attraktive Frauen in Karrierepositionen vor männlichen Nachstellungen, die leider immer noch erheblich häufiger vorkommen, als allgemein bekannt. Die Lösung liegt meiner Meinung nach eher in einer generellen Rückbesinnung auf humanitäre Grundwerte wie Demut, Mitgefühl, Bescheidenheit, Rücksichtnahme und Verantwortungsgefühl gegenüber anderen, dann gerät auch die fachliche Solidität wieder mehr ins Lot, die bei Handwerkern wie bei Akademikern ausgerechnet in Deutschland immer lausiger wird. Schavan ist hier ein schillerndes Beispiel für den steilen Niveauverlust in Deutschland.

  • 24.01.2013, 10:44 Uhrmargrit117888

    Na klar, will sie nicht zurücktreten. Dann wäre ihre exorbitant Pension ein wenig geringer

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