Plan der Regierung
Abwrackprämie für alte Kühlschränke

Abwrackprämie für alte Autos war gestern, jetzt sollen stromfressende Kühlschränke auf den Schrottplatz. Laut Medienbericht plant der Bund, Hartz-IV-Empfängern einen Zuschuss für ein energieeffizientes Gerät zu zahlen.
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BerlinDie Bundesregierung plant offenbar eine Art Abwrackprämie für alte Kühlschränke von Langzeitarbeitslosen. Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) will Hartz-IV-Empfängern einen Zuschuss beim Kauf eines neuen energieeffizienten Kühlschranks gewähren, wie die "Saarbrücker Zeitung" unter Berufung auf Regierungskreise berichtet. Der Zuschuss solle "signifikant hoch" sein, "so, dass die Geräte tatsächlich angeschafft werden", hieß es. Details des Programms würden jetzt ausgearbeitet, darunter auch Kriterien, welche Art von Kühlschränken bezuschusst werden.

Wie die Zeitung weiter schreibt, hat das Arbeitsministerium seine bisherigen Bedenken gegen Altmaiers Projekt aufgegeben und besteht nun nicht mehr auf einer Anrechnung des Zuschusses auf den Hartz-IV-Bezug, wenn er in Form eines Gutscheines erfolgt. Das Kühlschrankprogramm soll Teil des Beratungsprojekts "Stromspar-Check" werden, das vom Bundesverband der Energieagenturen Deutschlands und der Caritas seit 2008 angeboten wird und jährlich zehn Millionen Euro kostet. 80.000 Hartz-IV-Haushalte haben davon bislang profitiert.

„Es gibt keine Abwrackprämie“, sagte Altmaier am Freitag, um anschließend auszuführen: Es gebe derzeit allerdings Vorüberlegungen, einkommensschwachen Bürgern in Einzelfällen mit einem Gutscheinmodell den Kauf energiesparender Geräte zu ermöglichen. Hierzu gebe es aber weder im Bundesumwelt- noch im Bundesarbeitsministerium eine Entscheidung auf Ministerebene.

 
Agentur
dapd 
DAPD Deutscher Auslands-Depeschendienst GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Plan der Regierung: Abwrackprämie für alte Kühlschränke"

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  • Dass es immer noch Leute gibt, welche auf solche billigen Tricks hereinfallen?!

    Das Steuergeld fließt über den HartzIV-Bezieher direkt in den "Geldbeutel" der Großkonzerne. Während diese in ihren Fabriken Leiharbeiter beschäftigen, die so gering bezahlt werden, dass diese wiederum mit HartzIV aufstocken müssen. Das nennt sich Gewinnoptimierung auf Kosten der Steuerzahler.

    Parallel dazu werden "alte" Kühlgeräte entsorgt, denn diese halten viel zu lange. Neue Kühlgeräte mit recht viel Elektronik gehen viel schneller kaputt und sorgen somit für mehr Umsatz und Gewinn.

    Was den energetischen Sinn betrifft hilft folgende Rechnung:

    Die Differenz zwischen einem neuen und einem alten Kühlschrank liegt vielleicht bei 100kW/h im Jahr. Macht 25 EUR weniger Energiekosten für den neuen KS. Dem gegenüber stehen Anschaffungskosten von 250 EUR. Sprich, ab dem 11 Jahr rechnet sich der Neukauf. Vorausgesetzt der Neue hält überhaupt so lange.

    Wenn man den alten KS vernünftig pflegt, nach Jahren auch mal gerissene Dichtgummis an den Türen austauscht, fährt man als Verbraucher definitiv besser. Erst bei einem defekt vom Kompressor rentiert ein Neukauf.

    Das bedeutet aber weniger Umsatz und weniger Gewinn für die Großindustrie und somit weniger Parteispenden!

  • Wir brauchen ganz dringend eine Abwrackprämie für die Politiker.
    Denn die gehören tatsächlich auf den Schrott.
    Noch nie in diesem Land hatten wir eine derart schlechte Regierung und ebenso grottenschlechte Oppostion

  • Ulrich 52
    selbst als Pförtner wären die zu blöd. Die würden jeden Gauenr passieren lassen

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