Planspiele
Genossen spekulieren auf Ampel-Koalition nach 2009

Die Sozialdemokraten spekulieren zunehmend auf die Bildung einer „Ampel“-Koalition nach der Bundestagswahl 2009. Parteichef Kurt Beck nannte eine mögliche Zusammenarbeit mit FDP und Grünen im ZDF-Sommerinterview „nicht unspannend für die Zukunft der Bundesrepublik“.

dpa BERLIN. Aus langjährigen Erfahrungen mit einer SPD/FDP-Regierung in Mainz wisse er, dass eine Verbindung von freiheitlichem Gedankengut, sozialer Dimension und ökologischer Verantwortung positive Schnittmengen ergeben könnte.

Wie andere SPD-Spitzenpolitiker zuvor sagte Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD): „Eine Ampelkoalition ist denkbar.“ Er bescheinigte im „Focus“-Interview seinem in die Kritik geratenen Parteichef Geradlinigkeit und Stehvermögen. Beck werde dafür sorgen, dass die Frage der Kanzlerkandidatur „optimal gelöst“ werde. Aber: „Wer die besten Chancen hat, Angela Merkel zu beerben, wird Kanzlerkandidat.“ Die meisten Wähler (21 Prozent) bevorzugen laut einer aktuellen „Spiegel“-Umfrage allerdings Außenminister Frank-Walter Steinmeier als SPD-Kanzlerkandidat. Beck selbst betonte, die Frage stelle sich im Moment noch nicht.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zeigte Verständnis für die Abgrenzungsversuche der SPD gegenüber dem Regierungspartner Union. „Ich allerdings für meinen Teil werde dafür werben, die Erfolge der Bundesregierung auch zu benennen“, sagte sie den „Ruhr Nachrichten“.

FDP-Chef Guido Westerwelle hofft, dass es 2009 zu einem stabilen Zweierbündnis mit der Union kommt. Dort gebe es mehr Gemeinsamkeiten als mit SPD und Grünen, sagte er der „Bild am Sonntag“. Dennoch sei eine Ampelkoalition nicht ganz auszuschließen: „Wir Liberalen wollen an die Macht - aber nicht um jeden Preis.“

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