Plus von 100 Milliarden Euro Steuereinnahmen steigen kräftig an

Gute Nachrichten für das Finanzministerium: Nach der Prognose des Arbeitskreises Steuerschätzung steigen Steuereinnahmen in den nächsten Jahren um 100 Milliarden Euro. Der Staat greift den Bürgern tiefer in die Tasche.
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Ein Plus für Schäuble, mehr Belastung für die Bürger. Quelle: dpa

Ein Plus für Schäuble, mehr Belastung für die Bürger.

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DüsseldorfWenn kommende Woche der Arbeitskreis Steuerschätzungen seine Prognosen bis 2017 vorstellt, wird zweierlei klar werden: Noch nie nahm der Staat so viel Geld wie heute ein. In den nächsten fünf Jahren wird das Aufkommen sogar um gut 100 Milliarden auf mehr als 700 Milliarden Euro wachsen.

Wegen des progressiven Steuersystems wachsen die Einnahmen stärker als die Wirtschaftsleistung – Jahr für Jahr greift der Fiskus den Bürgern also etwas mehr in die Tasche. Für 2012 erwarten Finanzexperten im Vorfeld der Steuerschätzung etwa 600 Milliarden Euro Aufkommen. Das wären rund 27 Milliarden mehr als 2011 und etwa drei bis fünf Milliarden Euro mehr als noch vor einem halben Jahr geschätzt. 2013 dürften die Mehreinnahmen ähnlich hoch ausfallen, hieß es in Schätzerkreisen.

Gestützt werden die Prognosen durch das hohe Aufkommen im wichtigen Vorauszahlungsmonat September. Gegenüber dem Vorjahresmonat seien die Einnahmen um 4,2 Prozent gestiegen, erfuhr das Handelsblatt aus dem Bundesfinanzministerium. Ohne einen Sondereffekt bei der Körperschaftsteuer – eine Milliarden-Rückzahlung – wäre das Plus mit 7,5 Prozent noch kräftiger ausgefallen.

Nach drei Quartalen haben Bund und Länder nun schon 21,5 Milliarden Euro mehr als im Vorjahreszeitraum eingenommen. Die Lage auf dem Arbeitsmarkt sei weiterhin "gut" und dies führe zu einer "regen Konsumtätigkeit der privaten Haushalte", hieß es aus dem Finanzministerium weiter. Überdies sei mit einer "deutlichen Gewinnexpansion" in der Wirtschaft zu rechnen.

Infolgedessen stieg im September das Lohnsteueraufkommen um 7,6 Prozent, das Umsatzsteueraufkommen wuchs um sieben Prozent, und die Körperschaftsteuer-Vorauszahlungen legten um 7,5 Prozent zu. Nach drei Quartalen übersteigt das Lohnsteueraufkommen das Vorjahresergebnis nun um 6,6 Prozent; das Umsatzsteueraufkommen wuchs um 2,9 Prozent und das Körperschaftsteueraufkommen gar um 33,6 Prozent.

  • asr
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30 Kommentare zu "Plus von 100 Milliarden Euro: Steuereinnahmen in Deutschland steigen kräftig an"

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  • Das bedeutet, dass wenn ich auf allen Steuern, die ich bezahlen muß: ESt, Soli, Kist, MwSt. als Endverbraucher, GewSt. Grundsteuer, Mineralölsteuer + "Öko"-Steuer als KFZ-Fahrer und verschiedene andere Pflichtsteuern auf den Verbrauch (Kaffee, Strom, Gas, KFZ-besitz, Sktsteuer, Alkoholsteuer und Tabaksteuer, Propaganda-Steuer(GEZ)) und was-weiß-ich welche Steuern noch, zusammengerechne und auf (+70)% komme, und da rechne ich selbstverständlich die ganzen Pflichtabgaben (also auch Steuern)in Form von Sozial-almosen-Versicherungen nicht dazu, dann gibt es jemand der da zwangsläufig auf (-20)% kommen muß um zu diesem Schnitt der Staatsquote zu kommen. Wer ist das? Politiker, Hartz IV Empfänger? Solche Milchmädchenrechnungen, die Sie hier bringen und die dann der Verargumentierung von extraorbitanten Abgaben dienen sind keineswegs relevant.
    Ähnliche Sprüche brachte damals der lupenreine Putinist Gerhard Sch. Ich fand sie lächerlich.

  • Unsere ja tolle Merkel,die uns die Steuer erhöhen will,spielt mit uns Bürgern ein grosses und gefährlich Spiel ,nicht nur Merkel auch USA, könnt euch gar nicht vorstellen,für was sie alles die Steuern haben wollen,wirklich für alles und das unser Einkommen steigen wird,bezweifele ich,weil ,der Regierung in dieser Zeit darfst du nicht trauen,die sind vernart wenns um Geld geht,das können wir uns gar nicht vorstellen,so unmenschlich ist das. Die wollen uns mit Steuern so zu sagen vernichten,dass wir gar nix mehr haben. Ihr könnt euch vill. Jetzt nicht vorstellen,aber die haben alles schon geplant und durchgedacht,wie sie uns durch Medien und ihr Reden manipulieren kann,ohne das wir es merken. Ich empfehle euch nur,erkundet euch über die Wahrheit diesens Wesens,weil nix ist schlimmer aufgedeckt zu werden für sie,weil die dann ihr macht verlieren,weil wir ihnen nix mehr Glauben werden und wir dann wissen werden,wer die in wirklichkeit sind...nur eine Tyrannisches Wesen was Krieg,Hass und Böse erfunden hat.

  • die niedrige Arbeitslosigkeit ist vor allem dem mutigen, aber auch verpönten Verhalten von Rot/Grün zu verdanken, die die Agenda 2010 auf den Weg gebracht haben.

    Weitere Faktoren: Begünstigungen für unsere Wirtschaft, zahlreiche Nachlässe, Steuerfinanzierte Kurzarbeit, Abwrackprämie etc. Ich freue mich für jeden der Arbeit hat, aber dafür haben wir innerhalb Europas den niedrigsten Reallohnzuwachs in den letzten zehn Jahren.

  • Die Schätzer geben ihre Prognosen bis 2017 ab.
    Irgendwie etwas seltsam, denn wer weiß schon, was bis dahin ist
    Die Arbeitslosigkeit wird zunehmen, denn jetzt schon beginnt es ja. Die Autoindustrie redet schon wieder von Kurzarbeit, Banken und Versicherungen entlassen mengenweise Leute
    Z. T. erscheinen mir diese in der letzten Zeit verkündeten angeblich so guten Prognosen wie eine Beruhigungspille für den dummen deutschen Michl, um den Zusammenbruch, der kommen wird, nur ja nicht zugeben zu müssen
    Das Volk muß ruhig gehalten werden
    Volksverdummung eben

  • whisky
    Genau so ist es.
    Die Solidarität ist somit tatsächlich vorhanden.
    Die Starken tragen die Schwachen
    Aber das will man hier ja gar cht
    Hier ist ja Solidarität anders, nämlich die Schwachen zahlen für die Starken

  • Hermann.12
    denn die niedrige Arbeitslosigkeit und starke Stellung der deutschen wirtschaft ist direkte Folge des Merkelschen Krisenmanagements
    -----------------
    So, so, die gesunkene Arbeitslosigkeit
    Zu Löhnen von denen die Leute nicht leben können.
    Haben Sie auch das bedacht?
    Die Leut4e sind lediglich aus der Statisktik raus, bekommen aber nach wie vor Geld von der ARGE
    Wenn Sie so eine Politik gut finden, na dann hoffen Sie mal, dass Sie nicht selbst mal davon betroffen sein werden

  • Nur zur Information: Staatsquote in Deutschland 1991 = 28,2%, 2011 = 25,9% (ohne SozialVERSICHERUNG).
    http://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Standardartikel/Themen/Oeffentliche_Finanzen/Wirtschafts_und_Finanzdaten/Oeffentlicher_Gesamthaushalt/entwicklung-der-staatsquote-anl.pdf?__blob=publicationFile&v=5

  • Guter Kommentar von Einem der es richtig gemacht hat und ausgewandert ist.
    Hier bei uns ist die Sache gelaufen - bin nur mal gespannt wie und von wem der Offenbarungseid für unsere Politkaste geleistet wird.

  • Die Schweiz hat keinen "besten Niedriglohnsektor in Europa - Kanzler Schröder 2005). Und ein gutes Rentensystem. JEDER ab 18 Jahren ist automatisch Mitglied der Rentenversicherung. Und JEDER zahlt entsprechend seinem Einkommen ein - z. B. auch ein Herr Ackermann. Die Rentenhöhe ist gedeckelt. Und dann gibts da noch die verpflichtende Betriebliche Altersvorsorge. Zahlen meist die Betriebe komplett - je nach Tarifvertrag. Fürchterlich sozialistische Schweiz. Oder?
    Ein ähnliches System haben die Niederländer eingeführt.

  • Wenn ich die Kommentare so lese, würde ich mir vor allem wünschen, dass die Kritiker sich erst einmal wirklich mit den finanziellen und steuerlichen Mechanismen dieser Gesellschaft vertraut machen würden.
    Kaum jemand macht sich die Mühe, darüber nachzudenken, ob bestimmte Vorschläge, wie ESt. runter und ErbSt. rauf etc. überhaupt am Ende den gewünschten Effekt hätten bzw. welche Nebenwirkungen auftreten. Die Gesellschaft ist weit komplizierter als viele hier überhaupt zur Kenntnis nehmen wollen.
    Ebenfalls untauglich ist das Verbot jeglicher Abschreibung, dem wiederum ein einseitiges und meistens unzutreffendes Bild dieser Einrichtung zugrunde liegt.
    Denn Abschreibung bedeutet im Grunde nur, dass Anschaffungs- und Investitionsaufwand nicht besteuert wird, sondern nur der Ertrag abzüglich dieses Aufwandes.
    Dabei gibt es Grauzonen, weil eben so mancher Aufwand zusätzlichen privaten Nutzen entfalten kann.
    Ständig wird durch Missbräuche gleich auf die Untauglichkeit des Ganzen geschlossen, vollständig ignorierend, das nicht Missbräuche, sondern deren Ausmass darüber bestimmen ob ein Instrument gut ist oder nicht.
    Außerdem bedeutet der Versuch jeglichen Missbrauch zu unterbinden einen so massiven Aufwand und Gängelung, dass schon der Versuch selbst den größten Missbrauch an sich darstellt.
    Den Umstand, das alles missbraucht werden kann und auch missbraucht wird ist der Nasenring jeden Bärenführers (Politiker)an dem wir durch die Manege gezerrt werden.

    H.

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