Polen und Niederländer sind gut ausgerüstet
LKW-Maut startet mit 300 000 Bordgeräten

Bundesverkehrsminister Manfred Stolpe geht knapp vier Wochen vor Beginn der von Pannen überschatteten Lkw-Maut auf deutschen Autobahnen von einem Start mit mindestens 300 000 Bordgeräten in den Lastwagen aus. An der Grenze zu Frankreich seien jedoch Probleme zu erwarten.

HB BERLIN. In den ersten Wochen des nächsten Jahres werde es sicher noch mal einen Schub beim Einbau geben, sagte Stolpe Tageszeitung „Die Welt“ (Montagausgabe). Dann erwarte er einen raschen Anstieg auf 500 000 bis 600 000 Geräte.

Nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins „Focus“ arbeitet das Mautsystem mit einer Genauigkeit von 99 Prozent mittlerweile so gut wie fehlerfrei. Bis zum 1. Dezember seien zudem knapp 350 000 Bordgeräte bestellt, mehr als 330 000 ausgeliefert und knapp 225 000 bereits in Lkw eingebaut worden.

Mit Schwierigkeiten rechnet Stolpe rechnet beim Start der Maut an der Grenze zu Frankreich. „Die Fuhrleute der Grande Nation glauben, dass sie mautkundig sind und schon alles irgendwie funktionieren wird. Deswegen müssen voraussichtlich an der Grenze zu Frankreich besonders viele Helfer eingesetzt werden“, sagte Stolpe der „Welt“.

Zugleich hat er „wenig Bedenken“, dass es Staus an den Grenzen zu Polen und den Niederlanden geben wird. „Diese Länder sind in der Logistik besonders aktiv und besser als andere mit Mautgeräten ausgerüstet. Deshalb habe ich die Sorge, dass einige der deutschen Unternehmen wieder einmal erleben könnten, dass ihre Konkurrenten flinker sind“, sagte Stolpe.

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