Polit-Comeback
Unfall-Schuld belastet Althaus-Comeback

Thüringens Ministerpräsident Dieter Althaus (CDU) hat nach fast vier Monaten wieder die Arbeit in der Erfurter Staatskanzlei aufgenommen. Nach der Rückkehr ins Amt räumte er erstmals offen seine Schuld am Tod einer 41 Jahre alten Frau beim Skiunfall im Januar ein.

HB ERFURT. Das Gutachten zu dem Unfall ergebe, „dass ich Schuld trage. Das belastet mich. Ich trage schwer daran“, sagte der CDU-Politiker am Montag in Erfurt bei seinem ersten öffentlichen Auftritt nach der Rückkehr in die Staatskanzlei. Der Unfall am Neujahrstag habe sein Leben, aber vor allem das Leben der Familie der Frau „nachhaltig verändert“. Bei dem Zusammenprall auf der Skipiste war die Frau tödlich verletzt worden. Sie hinterließ einen Ehemann und ein einjähriges Kind.

In einem Interview im Frühjahr hatte Althaus noch gesagt: „Schuld ist nicht die richtige Kategorie, um ein solch tragisches Unglück zu bewerten. Ich fühle mich aber verantwortlich.“ Althaus hat am Montag nach fast vier Monaten wieder die Arbeit in der Erfurter Staatskanzlei aufgenommen. Bei dem Unfall hatte er ein schweres Schädel-Hirn-Trauma erlitten und danach viele Woche in Kliniken verbringen müssen.

In der Pressekonferenz kündigte er unter anderem ein Programm zu Liquiditätshilfen für Unternehmen an. Thüringen sei außerdem bereit, mit einem eigenen Programm zur Rettung des Eisenacher Opel-Standorts beizutragen und sich an der Investorensuche zu beteiligen.

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