Politbarometer
Bevölkerung steht hinter Kinderbetreuungs-Plänen

Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) kann sich freuen: Ihr Vorschlag, die Zahl der Betreuungsplätze für Kleinkinder in den nächsten Jahren zu verdreifachen, hat nach einer repräsentativen Umfrage breiten Rückhalt in der Bevölkerung.

HB BERLIN. 71 Prozent halten ihn für richtig und nur 27 Prozent für falsch, ergab eine Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen für das ZDF-Politbarometer, das am Freitag veröffentlicht wurde. Finanziert werden sollen diese zusätzlichen Krippenplätze nach Meinung von 63 Prozent der Befragten durch zusätzliche staatliche Mittel. Nur 24 Prozent sind für eine Finanzierung durch Kürzung anderer familienpolitischer Leistungen.

In der Umfrage äußerten sich 44 Prozent der Gesamtbevölkerung unzufrieden mit den Bedingungen für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Nur 36 Prozent sind damit zufrieden, für 19 Prozent spielt diese Frage keine so wichtige Rolle. Besonders groß ist die Unzufriedenheit bei den Befragten, die Kinder unter drei Jahren haben: Hier sind 61 Prozent mit den Möglichkeiten, Beruf und Familie zu vereinbaren, unzufrieden und nur 33 Prozent zufrieden (unwichtig für 6 Prozent).

Die meisten Befragten glauben, dass die Betreuung von unter Dreijährigen außer Haus die Entwicklung der Kinder eher fördert (44 Prozent). 31 Prozent befürchten dagegen Schaden für die Entwicklung des Kindes, 19 Prozent sehen keinen großen Unterschied (weiß nicht: 6 Prozent). Die Neigung zu einer bestimmten politischen Partei sorgte in dieser Frage nicht für unterschiedliche Meinungen.

Bei der Frage nach der Beliebtheit der Politiker lag Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) weiter auf Platz eins. Auf der Skala von plus 5 bis minus 5 erreichte sie einen Durchschnittswert von 1,5 vor dem niedersächsischen CDU-Ministerpräsidenten Christian Wulff. Auf Platz drei folgte Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) vor von der Leyen, die sich deutlich verbesserte. Wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl kämen CDU/CSU auf unverändert 37 Prozent. Die SPD würde sich um einen Punkt auf 31 Prozent verbessern. Die FDP erhielte unverändert 10 Prozent, die Grünen kämen auf 9 Prozent (minus 1), die Linkspartei auf unverändert 8 Prozent.

Für die Umfrage wurden zwischen dem 27. Februar und dem 1. März wurden 1 286 repräsentativ ausgewählte Bürger befragt.

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