Politbarometer: Merkel baut Vorsprung vor Steinmeier aus

Politbarometer
Merkel baut Vorsprung vor Steinmeier aus

Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Unionsparteien starten mit einem Umfrageplus ins Superwahljahr 2009. Zudem setzt sich die Regierungschefin in puncto Beliebtheit von ihrem Herausforderer Frank-Walter Steinmeier ab. Im Bund stehen die Zeichen derzeit auf Schwarz-Gelb.

HB MAINZ. Im ZDF-Politbarometer verbesserten sich CDU und CSU gegenüber Dezember von 40 auf 41 Prozent. Die FDP liegt bei elf Prozent. Zugleich baute Merkel bei den persönlichen Werten ihren Vorsprung vor SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier aus. Die SPD liegt bei der Sonntagsfrage mit unverändert 26 Prozent weit zurück. Die Grünen sanken von neun auf acht Prozent und liegen damit hinter der Linken, die erneut auf neun Prozent kam. Zusammen kämen Union und Liberale somit auf 52 Prozent, SPD, Grüne und Linke dagegen nur auf insgesamt 43 Prozent. Die Forschungsgruppe Wahlen befragte von Montag bis Donnerstag 1 369 Bundesbürger.

Auch bei der Frage, wen die Deutschen lieber als Bundeskanzler haben wollen, ist der Vorsprung von CDU-Chefin und Amtsinhaberin Merkel wieder größer geworden. Für sie sprechen sich jetzt 55 Prozent aus, das sind drei Prozentpunkte mehr als im Vormonat. Für ihren Herausforderer, Außenminister Steinmeier, plädierten 32 Prozent (minus zwei). Weiterhin relativ schwach ist die Zustimmung für Steinmeier bei den SPD-Anhängern, wo er auf 63 Prozent kommt. Von den CDU/CSU-Anhängern hingegen wünschen sich 90 Prozent Merkel weiter als Kanzlerin.

Ein weniger deutliches Votum gab es bei der Frage nach dem bevorzugten Koalitionsmodell im Bund. Wie bereits in der Vergangenheit wurde dabei keine mögliche Konstellation von einer Mehrheit der Befragten als gut bezeichnet. Am meisten Zustimmung findet noch eine mögliche Koalition aus CDU/CSU und FDP, die von 40 Prozent als gut und 33 Prozent als schlecht bewertet wird.

Alle anderen möglichen Bündnisse werden jeweils von mehr Befragten abgelehnt als befürwortet: die Große Koalition aus Union und SPD (gut: 37 Prozent, schlecht: 38 Prozent), Rot-Grün (gut: 32 Prozent, schlecht: 47 Prozent), Schwarz-Grün (gut: 25 Prozent, schlecht: 45 Prozent). Noch negativer werden die verschiedenen denkbaren Dreier-Koalitionen beurteilt, wobei mit weitem Abstand die größte Ablehnung gegenüber einer Koalition aus SPD, Linken und Grünen besteht (gut: 15 Prozent, schlecht: 69 Prozent).

Bei der Frage nach den wichtigsten Politikern in Deutschland liegt Merkel weiter an der Spitze und verbesserte sich auf der Skala von minus fünf bis plus fünf noch von 1,8 auf 2,1. Auf Platz zwei liegt Steinmeier mit unverändert 1,8. Danach kommt mit Finanzminister Peer Steinbrück ein weiterer SPD-Politiker (jetzt 1,5, Dezember: 1,6).

Das zweite Konjunkturpaket der Bundesregierung, das derzeit beraten wird, findet grundsätzlich bei 67 Prozent der Befragten Zustimmung, 27 Prozent halten es nicht für richtig. Das bereits in Kraft getretene erste Konjunkturpaket wurde im November letzten Jahres praktisch genauso bewertet.

Trotz prinzipieller Unterstützung für das in den Grundzügen bereits bekannte Konjunkturpaket II befürchten 52 Prozent, dass dadurch die Rezession in Deutschland nicht verhindert werden kann. 40 Prozent glauben dagegen an die Wirksamkeit des Pakets. Zur Frage nach den wirksamsten Maßnahmen zur Ankurbelung der Wirtschaft sind die Meinungen geteilt: 47 Prozent halten staatliche Investitionen für besser und ebenfalls 47 Prozent Steuer- und Abgabensenkungen.

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