Politbarometer
Schwarz-Gelb hätte eine klare Mehrheit

Im Hinblick auf mögliche Koalitionen wird von den Wählern ein Bündnis von Union und FDP klar favorisiert. Bei den beliebtesten Politikern liegen laut einer Umfrage weiterhin Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), Außenminister Frank-Walter Steinmeier und Finanzminister Peer Steinbrück (beide SPD) auf den ersten drei Plätzen.

HB MAINZ. Schwarz-Gelb hätte dank der FDP laut ZDF- „Politbarometer“ bei der Bundestagswahl im September trotz leichter Verluste der Union weiterhin eine klare Mehrheit. CDU und CSU lagen bei der „Sonntagsfrage“ bei 37 Prozent - das ist ein Punkt weniger als im Februar, berichtete das ZDF nach Erhebungen der Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen am Freitag. Die FDP legte um zwei Punkte zu und käme auf 15 Prozent, wenn schon an diesem Sonntag Wahl wäre. Andere Umfragen sahen die FDP zuletzt bereits bei bis zu 18 Prozent.

Die SPD sank im aktuellen „Politbarometer“ um einen Punkt auf 24 Prozent. Grüne und die Linke standen unverändert bei zehn Prozent.

Bei der politischen Stimmung fiel die Tendenz zu Schwarz-Gelb noch stärker aus. Die SPD fiel um zwei Punkte auf 23 Prozent. Die FDP legte um vier Zähler auf nun 16 Prozent zu. Die Grünen verschlechterten sich um zwei Punkte auf zehn Prozent und die Linke um einen Punkt auf nun acht Prozent.

Im Hinblick auf mögliche Koalitionen wird ein Bündnis von Union und FDP klar favorisiert. 44 Prozent der Befragten sprachen sich für eine bürgerliche Koalition aus, 32 Prozent dagegen. Für die Fortführung der derzeitigen großen Koalition waren demnach 33 Prozent. Eine sogenannte Ampelkoalition wollen 26 Prozent der Befragten. Die größte Ablehnung gab es für ein Bündnis von SPD, Grünen und Linkspartei. 14 Prozent waren dafür, aber 69 Prozent dagegen. Auch die Wahlerwartungen gehen eindeutig in Richtung Schwarz-Gelb. 66 Prozent gehen von einer Koalition von CDU/CSU mit der FDP aus.

Bei den beliebtesten Politikern liegen weiterhin Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), Außenminister Frank-Walter Steinmeier und Finanzminister Peer Steinbrück (beide SPD) auf den ersten drei Plätzen. Alle drei wurden auf einer Beliebtheitsskala von - fünf bis + fünf deutlich besser bewertet als noch im Vormonat. Merkel erzielte im aktuellen „Politbarometer“ einen Durchschnittswert von 2,1 (+ 0,3). Steinmeier erreichte einen Wert von 1,8 und Steinbrück kam auf 1,6. Beide stiegen um jeweils 0,4 Punkte.

Auch bei der Frage, wer Bundeskanzler werden solle, liegt Merkel nach wie vor deutlich vor ihrem Herausforderer. Für die Kanzlerin sprachen sich unverändert 55 Prozent aus, für Steinmeier 31 Prozent (+ 1 Prozentpunkt).

Die Forschungsgruppe Wahlen befragte vom 3. bis 5. März 1319 Bundesbürger. Die Fehlertoleranz bei den großen Parteien beträgt 2,7 und bei den kleinen Parteien 1,4 Prozentpunkte.

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