Politiker äußern sich schon zwei Tage vorher zum Tag der deutschen Einheit:
Große Aufbauleistung einmal mehr gewürdigt

Den 15. Jahrestag der deutschen Einheit am 3. Oktober feiert Deutschlang mit einem langen Wochenende. Die Ansprachen der Politiker kamen angesichts des Wahlkampfschlussspurtes in Dresden schon zwei Tage vorher ans Licht - mit Lob für Ostdeutschland und auch Eigenlob.

HB BERLIN/POTSDAM. Potsdam richtet sich auf bis zu 400 000 Besucher ein. Zum Höhepunkt der zentralen Einheitsfeier wird die gesamte nationale Politprominenz erwartet. In der Hauptstadt von Brandenburg werden dann Bundespräsident Köhler, Bundeskanzler Schröder (SPD) und Bundestagspräsident Wolfgang Thierse (SPD) erwartet. Vor den Feiern zum Tag der Einheit am 3. Oktober hat Kanzler Gerhard Schröder die „großartige Aufbauleistung“ im Osten gewürdigt und den neuen Ländern Unterstützung „mit ganzer Kraft“ zugesichert. In einer Erklärung betonte Schröder am Samstag, unverzichtbar bleibe „die große Bereitschaft der Menschen in Westdeutschland, den Aufbau Ost zu unterstützen“. Geduld und „beharrliche Anstrengungen“ seien weiterhin auf allen Seiten nötig.

„Gemeinsam werden wir es schaffen, immer wieder Impulse für Ostdeutschland zu setzen und die Beschäftigungssituation Schritt für Schritt zu verbessern“, erklärte der Kanzler. Die Regierung wolle dazu beitragen „mit einer konsequenten Reformpolitik, mit solidarischer Finanzhilfe auf Grundlage des Solidarpakts II und mit einer auf die Bedürfnisse Ostdeutschlands zugeschnittenen Förderpolitik“. Die Arbeitsmarktsituation sei speziell in den Ost- Ländern „noch nicht befriedigend“, räumte Schröder ein. Ein Schlüssel für die Zukunft seien gleiche Bildungschancen für alle.

15 Jahre nach der Vereinigung „und damit nur eine halbe Generation später“ erscheine die Einheit Deutschlands gerade den jüngeren Deutschen selbstverständlich, meinte Schröder. „Die Folgen der Trennung sind in einigen Bereichen bereits überwunden. In anderen sind sie, auch das gehört zu einer ehrlichen Betrachtung, noch sichtbar.“ Aber allmählich zeigten sich „die ostdeutschen Städte in neuem Glanz, attraktive Regionen sind touristisch erschlossen, und in der Wirtschaft sind bemerkenswerte Erfolge zu verzeichnen“.

Die Arbeitsmarktsituation sei speziell in den ostdeutschen Bundesländern „noch nicht befriedigend“, räumte der Kanzler ein. „Deswegen ist es gerade für Ostdeutschland so wichtig, dass die von meiner Bundesregierung eingeleiteten Strukturreformen des Arbeitsmarktes und der sozialen Sicherungssysteme fortgeführt werden.“ Ein wesentlicher Schlüssel für die Zukunft seien „gleiche Bildungschancen für alle. Dafür möchte ich mich auch in Zukunft einsetzen“, unterstrich Schröder.

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