Die CSU inszeniert sich beim Politischen Aschermittwoch als Partei der Heimat. Der designierte Ministerpräsident Söder muss jedoch auf Mitstreiter Seehofer verzichten.

Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Eins noch (weil ich hier immer den Beitrag (Tillich stürzt über den AfD-Wahlerfolg vorgeschlagen bekomme)

    Die CSU und Markus Söder sollten sich den Lebenslauf des ehemaligen sächsischen Ministerpräsidenten vor Augen halten. Der stramm rechte CDU-Landesverband in Sachsen hat versucht, die in Sachsen rechtsextreme AfD rechts zu überholen. Es wurde ein Desaster für die CDU. Ich habe es ihr von Herzen gegönnt.

  • Herr Bernhard Grieb
    14.02.2018, 14:17 Uhr

    Schützengraben? Das gibt es doch nur dort, wo der Tumor Patriotismus zum bösartigen Krebsgeschwür Nationalismus wurde. Das war dann auch die Zeit, wo (theoretisch) mein Opa Ihren Opa in die Gaskammer geschickt haben könnte. Oder war das die Zeit, wo mein Großvater (theoretisch) Ihrem Großvater das Haus zerbombt hat und Ihre Eltern völlig neu anfangen durften?

    Wenn für Sie Nationalstaaten und Grenzen alles so schön ordnen, empfehle ich Ihnen, unsere Geschichte zu studieren. Haben sich da nicht immer Nationen die Köpfe gegenseitig eingeschlagen? Es ist unzählige Male bewiesen worden, dass die Nummer mit den Nationalstaaten nicht funktioniert und dennoch meinen immer wieder Menschen, Mauern zu bauen sei genau das Richtige. "Aus Schaden wird man klug" heißt es ... gilt wohl nicht für alle.

  • Herr Europäer
    Es freut mich, dass Sie ins Nachdenken gekommen sind.
    Vielleicht wurde mit den Steuern Ihres Grossvaters der Tunnel finanziert, durch den ich heute morgen zur Arbeit gefahren bin; vielleicht verdanken Sie Ihre Existenz dem Umstand, dass mein Grossvater den Ihren vor 100 Jahren aus dem Schützengraben gezogen hat. Ich weiss es nicht, kann es aber auch nicht ausschliessen.
    Eine Gesellschaft lebt von Menschen, die bereit sind, auch für Jahrzehnte in Vorleistung zu gehen; dies wiederum braucht auch einen verbindlichen, stabilen, generationsübergreifenden rechtlichen Rahmen. Ich sehe diesen nach wie vor im Nationalstaat, nicht weil unserer der vermeintlich bessere ist, sondern weil es generell keine bessere Einteilung gibt. Gerne lasse ich mir von Ihnen, Herr Europäer, erklären, wie "Ihr" Europa definiert (sprich: begrenzt) ist, ob Ihr Europa denn überhaupt Grenzen braucht und wo der Vorteil von diesem politischen (oder geografischen?) Gebilde gegenüber den Nationen liegt? - Oder sollten wir gleich Asien dazunehmen und Sie wären der "Eurasiäer?
    Erfreulich ist jedenfalls, dass Sie den Bezug der Nation zur "Familie" erkannt haben; ja, auch sie verdient staatlichen Schutz vor ideologischen Angriffen.

  • @Herr Bernhard Grieb,

    "wobei zu hoffen ist, dass Sie dazu intellektuell imstande sind."

    Die Hoffnung habe ich seit langem aufgegeben. Bei einem Ideologen auf irgendetwas zu hoffen, bringt rein gar nichts.

  • Im Bierzelt habe ich auch immer Heimspiel.

  • Herr Bernhard Grieb
    14.02.2018, 11:01 Uhr

    Wo bitte sehen Sie eine "generationsübergreifende Solidargemeinschaft"? Mit Sicherheit nicht auf Bundesebene und auch nicht auf Landesebene. Meinen Sie, Privatpatienten sind solidarisch mit Kassenpatienten, Pensionäre solidarisch mit Rentnern und glückliche Erben reicher Vorfahren solidarisch mit dem Nachwuchs armer Schlucker?
    Auf Anhieb fallen mir beim Begriff "generationsübergreifende Solidargemeinschaft"? eigentlich nur Familienclans ein.

    Wir sollten es entspannt sehen und Landesgrenzen als Kennzeichnung von Verwaltungsbezirken interpretieren in denen Fußballmannschaften gebildet werden. In der Abgrenzung Deutschland - Niederlande sehe ich eigentlich nur noch den Sinn, dass es ein Länderspiel Deutschland - Niederlande gibt.

  • MERKEL DAS BEDEUTET CSU < 50%
    CSU kann ja mit FDP, AfD oder Grünen sich zusammentun
    Der fränkische Söder darf mal ran, weil es eh nichts zu gewinnen gibt.
    Dann kommt wieder ein Bayer, wenn die Merkel weg ist - und schwubs die CSU ist > 50%.
    SO EINFACH GEHT POLITIK IN BAYERN

  • Herr Europäer
    Eine der entscheidenden Fragen, die über der Politik steht, ist die, ob man den Nationalstaat als generationsübergreifende Solidargemeinschaft für überholt betrachtet.
    Konservative teilen diese Ansicht eben nicht, sondern sehen im funktionierenden Nationalstaat die Voraussetzung für den Wohl-Stand der Gesellschaft.
    Wie Ihr Name bereits verrät, sehen Sie dies anders. Das ist Ihr gutes Recht. Aber die Diffamierung der anderen Denkweise als "Heulen mit den rechten Wölfen" zeugt davon, dass Sie sich mit dieser Frage nie wirklich auseinandergesetzt haben; wobei zu hoffen ist, dass Sie dazu intellektuell imstande sind.

  • Das sich Seehofer angesichts der in der Koalition mit Fr. Merkel und Genossen vereinbarten Koalition mit ökosozialistischen Inhalten nicht im Bierzelt blicken lässt erstaunt nicht. Ich wäre nicht erstaunt wenn er Angst vor fliegenden Bierkrügen hat.

  • Die CSU versucht also verzweifelt, sich gegen die AfD zu wehren ---> LOL

    Entweder die CSU bleibt bei ihrem jetzigen Kurs (rechts tönen und dann doch vor Mutti kuschen) : das merken die Wähler sofort - schließlich sind sie nicht doof - und wählen AfD:

    Oder sie stellen sich konsequent gegen Mutti und verlassen damit faktisch die Union: dann werden sie eine bayerische Lokalpartei mit null Einfluß. Auch dann ist aus Wählersicht die AfD die bessere Partei rechts der Mitte.

    In beiden Fällen wird die AfD als Original aus Sicht der konservativen Wähler besser sein als die CSU-Kopie.

Mehr zu: Politischer Aschermittwoch - Heimspiel im Bierzelt – CSU eröffnet den Kampf gegen die AfD

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%