PassauDer Applaus für Horst Seehofer ist noch nicht verstummt, da branden in der Passauer Dreiländerhalle die ersten Sprechchöre auf: „Edmund! Edmund!“, rufen die rund 4000 Menschen an ihren Biertischen. Schilder schnellen in die Höhe: „Stoiber Superstar“, steht darauf. Dann tritt Stoiber ans Pult. „Ich kann festhalten: Die Südkurve, sie steht!“, ruft der bekennende Bayernfan Stoiber zurück. Die Masse johlt. Im Hintergrund wehen die bayerische Flagge, die deutsche und die der CSU. Das Sternenbanner der EU fehlt. Aber Stoiber steht hier auch nicht als EU-Beauftragter zum Bürokratieabbau. Der Ehrenvorsitzende der Europa-kritischen CSU testet heute seine Fähigkeit, noch einmal als Wahlkämpfer aufzutreten.
Stoiber zieht alle Register, feiert die CSU, Bayern, Deutschland. Aber am Ende konzentriert er die Heimatliebe auf einen einzigen Punkt, auf Europa. Deutschland müsse alles tun, um Europa in seiner jetzigen Form vor dem Auseinanderbrechen in der Finanzkrise retten - und nur Deutschland sei dazu in der Lage. "Angela Merkel ist Deutschland. Und Deutschland ist die Leadnation Europas." Stoiber betont, dass dies immer noch ein s
Entspannt und locker steht er da oben, ohne den Druck, der ihn früher als Ministerpräsident quälte. Kein „Äh“, kein Stocken. Da oben steht ein souveräner, ein befreiter Stoiber. Einer, der kämpfen will für die CSU – im Landtagswahlkampf 2013, wenn es gegen die SPD und deren Spitzenkandidaten, den Münchner Oberbürgermeister Christian Ude geht.
@debrasseur: Wenn zu später Stunde das Gehirn vernebelt ist und man lieber polemisiert statt zu argumentieren, sollte man sich seiner Kommentare besser enthalten. Recherchieren Sie mal, dann werden Sie sehen, dass die von mir genannten Fakten stimmen. Die Zeiten des parteilichen Setzkastenbewusstseins sind vorbei, auch wenn die platten abendlichen Talkshows das von Zwangsabgaben lebende Staatsfernsehen beherrschen, in dem die ständig Gleichen nur auf die Atempause des Anderen warten, um ihren vorgefertigten parteilichen Quark abzusondern, statt die Argumente der Andersdenkenden interessiert auf überraschend Richtiges abzuklopfen. Gegen Zeiten, in denen Köche und Friseure zu ethischen Instanzen stilisiert werden und das historische Bewusstsein gegen Null tendiert, sollte man vielleicht mal damit beginnen, zumindest die selbst erlebte Vergangenheit aufzuarbeiten und an positive Entwicklungsstränge anzuknüpfen. Wenn das auch der Bayernkurier fordert und sich engagiert für nachhaltige Formen des Wirtschaftens einsetzt, sollte ich ihn wohl endlich mal lesen.
Noch ein Skandal braucht Deutschland nicht,oder doch.
@atinak, Mir kommen die Tränen, zwar noch zu später Stunde. Jetzt bin ich richtig fertig und hoffe bald einzuschlafen. Diese Lobhudelei, die kann kein wacher Mann ertragen. Wo haben Sie denn das bewegt, etwa mit copy & right vom Bayernkurier???
30 Kommentare
Alle Kommentare lesen