Politischer Aschermittwoch: Stoiber wirft Deutscher Bank Unfähigkeit vor

Politischer Aschermittwoch
Stoiber wirft Deutscher Bank Unfähigkeit vor

CSU-Chef Edmund Stoiber hat dem Management der Deutschen Bank wegen des angekündigten Stellenabbaus Unfähigkeit vorgeworfen. „Wenn man Milliarden-Gewinne macht und gleichzeitig verkündet, man stellt 6 000 Leute aus, dann ist das eine Geschmacklosigkeit, eine Unfähigkeit, dann ist das unakzeptabel und muss natürlich auch kritisiert werden“, sagte Stoiber auf der CSU-Veranstaltung zum politischen Aschermittwoch in Passau.

HB PASSAU. Ein solches Verhalten mache den Menschen nicht Hoffnung, sondern wirke „wie Abrissbirne“, betonte der bayerische Ministerpräsident. „Natürlich verstehe ich, dass unsere deutschen Banken in einem großen Wettbewerb mit den angloamerikanischen Banken stehen.“ Die Politik großer Unternehmen müsse aber für die Bürger nachvollziehbar bleiben. Die Deutsche Bank hatte trotz einer kräftigen Gewinnsteigerung kürzlich erklärt, sie werde weltweit 6 400 Stellen abbauen. Dem gegenüber sollten in Niedriglohnländern 1200 neue Stellen geschaffen werden. Am Dienstag riefen mehrere SPD-Politiker zu einem Boykott der Bank auf, um gegen den weiteren Stellenabbau trotz Unternehmensgewinnen zu protestieren.

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