Polizei-Angestellter warnte Geschäftsmann

Frankfurter Islamisten-Razzia wurde vorab verraten

Die Razzia gegen islamistische Kriminelle im Frankfurter Bahnhofsviertel ist vorab von einem Angestellten der Polizei verraten worden. Dem Erfolg der Aktion tat dies nach den bisherigen Erkenntnissen aber keinen Abbruch.
Polizisten kontrollieren bei der Razzia in Frankfurt einen Passanten. Foto: dpa

Polizisten kontrollieren bei der Razzia in Frankfurt einen Passanten. Foto: dpa

HB FRANKFURT/MAIN. Ein Polizeisprecher bestätigte am Donnerstag, dass der Ausländerbeauftragter des Polizeipräsidiums einen Geschäftsmann im Bahnhofsviertel vor Beginn der Aktion telefonisch gewarnt hat. Dem Deutschen türkischer Abstammung sei inzwischen fristlos gekündigt worden.

Bei der Hessen-weiten Razzia waren am Dienstag 38 Menschen festgenommen worden, 33 davon in Frankfurt. In der Bankenstadt und in fünf weiteren hessischen Kommunen fahndeten die Beamten nach Schleusern, Drogendealern, Passfälschern und illegalen Waffenhändlern. Im Frankfurter Bahnhofsviertel riegelten mehr als 100 Polizisten sämtliche Zugänge einer Straße ab und durchsuchten türkische und arabische Geschäfte.

Der Frankfurter Polizeisprecher hatte dazu erklärt: "Wir vermuten, dass diese Delikte hier zum Beispiel in kleinen Döner- und Telefonläden abgesprochen werden. Extremisten besorgen sich hier in den Läden gefälschte Pässe und verdecken so ihren Weg. Der Gewinn vom Drogenhandel fließt zum Teil in die Finanzierung des Terrorismus."

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