Kriminalstatistik

Die Anzahl registrierter Straftaten ist im letzten Jahr um fast zehn Prozent gesunken.

(Foto: dpa)

Polizeiliche Kriminalstatistik Zahl der registrierten Straftaten in Deutschland auf niedrigstem Stand seit Wiedervereinigung

Im Jahr 2017 wurden so wenige Straftaten registriert wie lange nicht. Doch die Fallzahlen bei Rauschgiftdelikten und Kinderpornografie stiegen an.
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BerlinIn Deutschland wurden im vergangenen Jahr 9,6 Prozent weniger Straftaten registriert. Insgesamt verzeichnet die am Dienstag in Berlin vorgestellte Polizeiliche Kriminalstatistik 5,76 Millionen Delikte. Das ist der niedrigste Stand seit der Wiedervereinigung.

Auch die Aufklärungsquote ist im Jahr 2017 gewachsen und beträgt 57,1 Prozent – ein neuer Höchststand.

Rechnet man die ausländerrechtlichen Verstöße heraus, kommt man auf 5,58 Millionen Straftaten (minus 5,1 Prozent). Als ein Grund für den Rückgang gilt, dass wegen der geringeren Zuwanderung weniger ausländerspezifische Vergehen wie illegale Einreisen und unerlaubte Grenzübertritte registriert wurden. Zum anderen ist es gelungen, Massendelikte wie Diebstahl einzudämmen. Die Kriminalstatistik für das Jahr 2017 im Überblick.

Täter

Es wurden 2,11 Millionen Tatverdächtige ermittelt, was einem Rückgang um 10,5 Prozent entspricht. Darunter befanden sich 1,38 Millionen deutsche (minus 2,2 Prozent) und 736.265 nicht-deutsche Tatverdächtige (minus 22,8 Prozent). Der Anteil tatverdächtiger Personen ohne deutsche Staatsangehörigkeit hat sich damit im Vergleich zum Vorjahr von 40,4 auf 34,8 Prozent reduziert.

Diebstahl

Dominierend waren wie in den Vorjahren die Diebstahlsdelikte, die einen Anteil von 36,3 Prozent an der Gesamtkriminalität haben. Im Vergleich zum Jahr davor sank ihre Anzahl um 11,8 Prozent auf 2,09 Millionen Fälle. Taschendiebstähle gingen um 22,7 Prozent auf 127.376 Fälle zurück. Auch wurden weniger Autos geklaut (minus 8,6 Prozent) und weniger Fahrräder entwendet (minus 9,8 Prozent). Ladendiebstähle sind um 6,6 Prozent rückläufig.

Einbrüche

Mit 23 Prozent besonders stark zurückgegangen sind im Bereich der Diebstähle die Wohnungseinbrüche, die aber immer noch 116.540 Fälle ausmachen. Bei 52.495 davon handelte es sich um Versuche. Im Vorjahr waren die Einbrüche zum ersten Mal seit vielen Jahren wieder zurückgegangen.

Gewalt

Auch die Zahl der Gewaltverbrechen ist mit einem Minus von 2,4 Prozent rückläufig (Gesamtzahl 188.946). In 137.058 Fällen handelte es sich um gefährliche und schwere Körperverletzung (minus 2,1 Prozent). Raubdelikte gingen um 9,7 Prozent zurück (38.849 Fälle).

Fälle von Mord und Totschlag sowie Tötung auf Verlangen nahmen um 1,6 Prozent auf 2379 Fälle ab, wobei hier die Zahl der Versuche mit 72,4 Prozent überwiegt. Betrachtet man nur die registrierten Morddelikte, so gibt es allerdings einen Anstieg um 24 auf 785 Fälle. Über die Hälfte (56 Prozent) waren hiervon Versuche.

Straßenkriminalität

Dieser Bereich macht mit 1,2 Millionen Fällen gut ein Fünftel der Gesamtkriminalität aus. Hier gibt es einen Rückgang um 8,6 Prozent.

Betrug

Betrugsfälle haben leicht (plus 1,3 Prozent) zugenommen auf 910.352 Taten. Dabei überwiegt der Waren- und Warenkreditbetrug mit 292.617 Fällen. Bei 187.100 aller Betrugsdelikte wurde das Internet als Tatmittel eingesetzt.

Drogen

Mit 9,2 Prozent stark angestiegen sind die Rauschgiftdelikte. 330.580 Fälle wurden hier registriert. Die stärksten Zuwächse gab es bei LSD (27 Prozent), Kokain (18,7) und Cannabis (12 Prozent).

Computer und Internet

Im Bereich der Computerkriminalität wurden 108.510 Fälle erfasst. Dies ist eine leichte Zunahme (0,7 Prozent). Dennoch gibt es einen Rückgang um 18,7 Prozent bei Datenveränderungen/Computersabotage (3596 Fälle).

Wirtschaftskriminalität

In diesem Bereich gibt es einen Anstieg um 28,7 Prozent auf 74.070 Taten. Laut dem Bericht ist die Ursache für den Anstieg im Wesentlichen ein komplexes Ermittlungsverfahren mit zahlreichen Einzeldelikten in Sachsen.

Pornografische Schriften

Zugenommen haben die Verbreitung pornografischer Schriften um 12,9 Prozent auf 10.066 Fälle, darunter Verbreitung, Erwerb, Besitz und Herstellung kinderpornografischer Schriften um 14,5 Prozent (6512 Taten) und jugendpornografischer Schriften um 23,7 Prozent.

Ausländerrechtliche Verstöße

Diese sanken um 63,1 Prozent – so etwa die unerlaubte Einreise nach dem Aufenthaltsgesetz um fast 80 Prozent (50.147 Fälle) und der unerlaubte Aufenthalt um 48,4 Prozent (116.344).

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4 Kommentare zu "Polizeiliche Kriminalstatistik: Zahl der registrierten Straftaten in Deutschland auf niedrigstem Stand seit Wiedervereinigung"

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  • Wie beschrieben , die "registrierten" . Genaueres dazu , auf einen anderen Kanal .

  • Zahl der nicht registrierten Straftaten auf dem Höchststand. Zum Beispiel Messerangriffe
    werden nicht gemeldet. Antisemitische Angriffe an Schulen und auf Strassen lieber nicht sammeln sagt die Politik. Nur weil illegale Grenzübertritte massiv seit 2015 nachlassen und Strafbar sind wird das als als Erfolg in die Statistik eingepflegt. Wie viel Übergriffe gab es im Sommer 2017 trotz schlechten Wetter an Badeseen und Schwimmbädern? 0.- Warum? lieber keine Statistik.

    Während sich die GRoko wie Touristen geben, sind in dieser Zeit wieder jede Menge Straftaten passiert. Man kann und muss es jeden Tag sagen: Wir werden nicht mehr regiert , die Staatsmacht hat versagt auf voller Länge . Der innere Frieden brüchig und 2019 rechne ich im Sommer mit einem Flüchtlingsaufstand in ganz Deutschland , weil
    die Kasernierung die Leute verrückt macht. Wohnungen gibt es nur im Kopf der GRoko, die tatsächlich noch nie in einer Schlange standen mit 300 Leuten, für eine Wohnung 40 m2 800,- - 1200 .-Euro kalt in Großstädten.

    Vor langer Zeite wusste man , Wohnung, Brot,Butter müssen billig sein , dann können auch die Ärmeren leben.

  • Ja, viele "leichte" Straftaten (besonders die von den Eroberern) werden einfach nicht mehr aufgenommen. Und schon stimmt die Statistik wieder.

    Dafür steigert man auf der anderen Seite das Bruttosozial-Produkt dadurch, dass man kriminelle Geschäfte auch mit aufnimmt. Wenn als so ein Eroberer mit Abtanzen eine Uhr klaut oder das Auto klaut, so wird das zwar nicht mehr aufgenommen, aber den Umsatz rechnet man ^^ in das BZP mit ein.

  • Das Schlüsselwort heißt "registrierte Straftaten".

    Wahrscheinlich werden die Straftaten von Nach- 2015-Neubürgern weiterhin weitestgehend nicht registriert- es sei denn, die Kunde über diese Straftaten erreichen auf anderem Weg die Öffentlichkeit (dann werden sie schöngeredet).

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