Porträt
Annette Schavan (CDU)

... ist auf Bildung abonniert. Nun soll die Kultusministerin von Baden-Württemberg möglicherweise Bildungsministerin in einer großen Koalition werden.

HB BERLIN. Einst war sie Seiteneinsteigerin mit steiler politischer Karriere, dann im Gespräch für manche Führungsposition bis hin zur Bundespräsidentin. Die Kultusministerin von Baden-Württemberg, Annette Schavan (CDU), wurde schon für viele Ämter gehandelt. Nun soll sie möglicherweise Bildungsministerin in einer großen Koalition werden.

Im Südwesten hat Schavan seit 1995 die Bildungspolitik mit etlichen Reformen umgekrempelt. Dann unterlag die enge Vertraute von CDU-Chefin Angela Merkel im Dezember 2004 dem damaligen CDU - Landtagsfraktionschef Günther Oettinger. In einer Mitgliederbefragung in der Südwest-CDU wurde die Nachfolge von Ministerpräsident Erwin Teufel (CDU) entschieden.

Schavan war zwar Teufels Wunschkandidatin, verstand sich im parteiinternen Machtkampf aber auch als Brückenbauerin. Sie trug zum reibungslosen Start des neuen Regierungschefs Oettinger bei.

Für die promovierte Philosophin und Theologin hat eine an ethischen Werten orientierte Politik höchste Priorität. Gerade in der Bildung gehe mit wachsender Informationsflut die Orientierung verloren, lautet ihr Credo. "Es ist ein weit verbreiteter Irrtum, dass Information und Wissen dasselbe seien", schrieb sie vor einem Jahr in einem Essay. Kulturelle Bildung sei nötig, um Sachwissen richtig einordnen zu können.

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