Porträt
Manfred Prenzel, der Mr. Pisa-Deutschland

Der Leiter des nationalen PISA-Konsortiums, Manfred Prenzel (52), hat sich in den vergangenen Jahren insbesondere für eine Verbesserung des Mathematik-Unterrichts in Deutschland eingesetzt. Er ist „Kopf“ des Modellversuchs "Sinus", mit dem nach der PISA-Vorläuferstudie TIMSS 1997 die Qualität des Mathe-Unterricht gesteigert werden soll.

HB BERLIN. Der Direktor des Leibniz-Instituts für die Pädagogik der Naturwissenschaften (IPN) in Kiel leitete nun die jüngste PISA-Studie 2003, in der Mathematik der Schwerpunkt war. Prenzel wird auch dem deutschen Forscherteam für die nächste Testrunde PISA 2006 vorstehen, in der die Kompetenzen der 15-jährigen Schüler in den Naturwissenschaften im Mittelpunkt stehen.

Prenzel ist Nachfolger des Bildungsforschers Jürgen Baumert vom Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin, der in Deutschland die erste PISA-Studie mit Schwerpunkt Lesen leitete. Unter Baumert war er schon Mitglied im PISA-2000-Konsortium. Der in Forchheim geborene Professor für Pädagogik und Pädagogische Psychologie war als Hochschullehrer an der Universität Regensburg 1997 einem Ruf des IPN in den Norden gefolgt. Seit dem 1. April ist der Erziehungswissenschaftler Direktor des Instituts an der Universität Kiel.

Seine Arbeitsschwerpunkte liegen in der Lehr-Lern- und Bildungsforschung. Besonders interessiert sich der Pädagoge für Lernmotivation und Interesse sowie das selbstgesteuerte und computergestützte Lernen. Dabei scheut der 52-Jährige, dem Umgänglichkeit ohne scharfe Ecken und Kanten nachgesagt wird, auch vor populären Auftritten nicht zurück, um das komplexe Thema Bildungsforschung der Öffentlichkeit nahe zu bringen: Ende Oktober wirkte der Professor am Samstagabend in der besten Sendezeit im Ersten in Jörg Pilawas Show „PISA - der Ländertest“ mit.

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