Positive Auswirkungen erwartet
Schäuble lobt Treffen Schröders mit Bush

Der stellvertretende CDU/CSU-Fraktionsvorsitzende Wolfgang Schäuble (CDU) hat die positiven Auswirkungen des Treffens zwischen Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) und US-Präsident George W. Bush hervorgehoben.

HB BERLIN. "Das Treffen trägt dazu bei, die Beschädigungen der transatlantischen Beziehungen zu reparieren, die weder im deutschen, noch im europäischen oder im amerikanischen Interesse lag", sagte Schäuble dem Handelsblatt. "Es ist gut, dass sich das Verhältnis der beiden Regierungschefs normalisiert – egal, was immer sie persönlich voneinander halten", sagte er. Denn wenn es zwischen einem Bundeskanzler und einem US-Präsidenten eine so schwere Verstimmung gebe, belaste dies immer auch die normalen Arbeitsbeziehungen.

Schäuble verwies darauf, dass Schröder schon zuvor eine "richtige und von uns begrüßte Kurskorrektur in der Irak-Politik" vorgenommen habe. Auch die US-Regierung sei durch die Erfahrung im Irak-Krieg offensichtlich dabei, zu lernen. "Ich hoffe, dass dies nun die Möglichkeit eröffnet, dass der Westen geschlossen auftritt. Nur dann kann im Irak eine positive Entwicklung wie auf dem Balkan sichergestellt werden", sagte Schäuble.

Weiter sagte Schäuble: "Als erstes sollte die Bundesregierung dazu beitragen, möglichst rasch eine Einigung über eine neue Irak-Resolution zu erzielen – auch durch den Einfluss auf den besonders engen Partner Frankreich. Ich hoffe, dass Ende der Woche die Chancen für eine Resolution erheblich gewachsen sind. Danach stellt sich die Frage des deutschen Beitrages. Falls keine militärische Beteiligung nachgefragt wird – umso besser. Wir begrüßen, dass der Bundeskanzler wirtschaftliche Aufbau- und Ausbildungshilfe angeboten hat. Und wenn es soweit ist: Warum sollte man nicht auch einen deutschen Beitrag etwa durch Wahlbeobachter prüfen? Deutschland hat hierin Erfahrung".

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