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Präsidentenkandidatur: Wulff und Gauck starten durch zur Werbetour

Horst Köhler ist noch nicht verabschiedet, da starten die Nachfolger schon durch zur großen Werbetour fürs höchste Staatsamt. Christian Wulff und Joachim Gauck versuchen möglichst viele Unterstützer in Bund und Ländern auf ihre Seite zu ziehen - und auf einmal sieht es so aus, als ob Teile der FDP doch nicht umkippen.

Matthias Platzeck (links), Ministerpräsident Brandenburgs, an der Seite von Joachim Gauck. Quelle: dpa
Matthias Platzeck (links), Ministerpräsident Brandenburgs, an der Seite von Joachim Gauck. Quelle: dpa

HB BERLIN. Zwei Wochen vor der Bundespräsidentenwahl kommt Tempo ins Rennen um das höchste Staatsamt. Der Kandidat von Union und FDP, Christian Wulff, warb am Dienstag in Berlin bei den Koalitionsfraktionen für sich. Diesmal signalisierte auch die FDP dem CDU-Politiker breite Unterstützung. Wulff versprach, sich im Fall seiner Wahl verstärkt um Ostdeutschland zu kümmern. Der rot-grüne Kandidat Joachim Gauck startete eine Vorstellungsrunde durch die Landesparlamente. Horst Köhler verabschiedete sich offiziell aus seinem Amt.

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Zwei Wochen nach seinem Rücktritt wurde der frühere Bundespräsident am späten Abend von der Bundeswehr mit einem Großen Zapfenstreich geehrt. Als Gäste bei der Zeremonie im Park des Berliner Schlosses Bellevue waren unter anderem Kanzlerin Angela Merkel, Vizekanzler Guido Westerwelle und Bundestagspräsident Norbert Lammert zugegen.

Wulff stellte sich am Nachmittag offiziell in den Koalitionsfraktionen vor. Während die Unionsfraktion die Ansprache des Kandidaten sofort mit großem Beifall quittierte, kam es in der FDP-Fraktion zu einer längeren Debatte über die deutsche Einheit, die vor allem von ostdeutschen Parlamentariern bestritten wurde.

Aus ihren Reihen war zuletzt mehrfach Sympathie für Gauck bekundet worden.

Fraktionschefin Birgit Homburger versicherte danach, Wulff habe sehr kenntnisreich auf alle Fragen geantwortet. Dabei habe er ausdrücklich hervorgehoben, „welche Veränderungsbereitschaft und Leistung die Menschen aus den neuen Bundesländern in den letzten 20 Jahren erbracht“ hätten. „Ich bin überzeugt, dass er am 30. Juni mit einer großen Mehrheit zum Bundespräsidenten gewählt werden wird“, sagte Homburger.

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