Pressespiegel
Auslandspresse sieht Merkel gestärkt

Nach der Wahl von Horst Köhler zum neuen Bundespräsidenten beleuchten die internationalen Medien die Chancen der Union auf einen Machtwechsel bei der Bundestagswahl 2006.

HB HAMBURG. „Der Bund“ (Schweiz): „Trotz der Niederlage der SPD-Kandidatin (Gesine) Schwan ist eine Frau Siegerin des Tages: Die kalte Machtpolitikerin Angela Merkel hat ... damit ihre Stellung in der Partei und im Hinblick auf die Kanzleranwartschaft gestärkt. Sie hat die Bundespräsidentenwahl für dieses Ziel instrumentalisiert.“
„Kurier“ (Österreich): „Köhlers knappe Wahl zeigt, dass die Chancen von Unionschefin Angela Merkel, 2006 erste Bundeskanzlerin zu werden, intakt sind.“
„Die Presse“ (Österreich): „Vielleicht ist die Erwartung der Unionsparteien, die Wahl Köhlers werde eine „politische Zeitenwende“ in Deutschland einleiten, zu hoch gesteckt; ... Aber sicher ist: Hätte die rot-grüne Regierung bei dieser Bundespräsidentenwahl ihre Kandidatin Gesine Schwan durchgebracht, hätte dies das Ende der politischen Ambitionen Merkels bedeutet.“
„Corriere della Sera“ (Italien): „Die arithmetische Knappheit des Ergebnisses ... ändert nichts an der Bedeutung der Wahl, die erstmals seit fast sechs Jahren auf nationaler Ebene das verschobene Kräfteverhältnis auf der politischen Szene Deutschlands widerspiegelt.“
„La Repubblica“ (Italien): „Das ist ein Signal einer konservativen Wende in Deutschland ... Der knappe Erfolg von Köhler ... (ist) ein großer politischer und persönlicher Erfolg für Angela Merkel.“
„de Volkskrant“ (Niederlande): „Die Chance für einen weiblichen Kanzler ist durch die Wahl eines Mannes zumindest nicht geringer geworden.“
„Le Figaro“ (Frankreich): „Horst Köhler mag ruhig erklären, dass er sich nicht als „Instrument eines Machtwechsels“ betrachtet. Es ist genau diese Botschaft der Erneuerung, die die Opposition verbreiten möchte.“
„Nowyje Iswestija“ (Russland): „Die ... Christdemokraten behielten Recht mit ihrer Überzeugung, dass es bei der Wahl keine Probleme geben würde. Ohne den Skandal (um den Wahlmann Filbinger und dessen Wirken im Nationalsozialismus) wäre der Sieg ... noch überzeugender.“

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