Deutschland

Diskussion: Kommentare zu: Euro-Abweichler torpediert Schäubles Spanien-Plan

Karikatur eines Community-Trolls

Liebe Leserinnen und Leser,

kennen Sie Trolle? Das sind Unholde, die nichts Gutes im Schilde führen. Internet-Trolle gibt es auch. Das sind solche, die „Beiträge verfassen und sich darin auf die Provokation anderer Gesprächsteilnehmer beschränken“, heißt es in den einschlägigen Definitionen. Solche Provokationen würgen eine Diskussion ab. Internet-Trolle sind also Menschen, die wir in unserer Handelsblatt-Online-Community nicht brauchen. Was wir gut finden, sind Kommentatoren. Gerne solche, die auf den Punkt kommen - von uns aus kurz und schmerzhaft.
Am meisten freuen wir uns, wenn Sie zu Ihrer Meinung mit Ihrem Namen stehen. Wir möchten wissen, mit wem wir diskutieren, und Sie haben ein Recht zu wissen, mit wem Sie sich auseinandersetzen. Wir glauben, dass es zu einem fairen Umgang miteinander im Netz gehört, sich offen gegenüberzutreten.

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  • 28.05.2013, 06:36 Uhrsteuerhilfe.net

    Ach was solls auf die Millarde kommt es auch nicht mehr an, bei den hunderten die schon verloren sind. Lass sich doch mit dem Geld den ein oder anderen Handwerker in Spanien seine Taschen füllen, wo zu ist der deutsche Michel in der EU sonst da ?

    • 28.05.2013, 07:04 Uhrnomerkelsteinbrueck

      Nein, hier steht endlich auch mal einer auf, der bisher alles durchgenickt hat. Das ist ein großer Erfolg der AfD!

    • 28.05.2013, 09:57 UhrFalk

      Schäuble hat ja selber gesagt, dass es ihm in erster linie auf den "phychologischen Effekt" ankommt.
      Inwieweit dann die Milliarde im Risiko steht, ist für diesen Minister nur zweitrangig oder ganz vernachlässigbar.

    • 28.05.2013, 10:05 UhrHantasilf

      Das Haftungshorrorszenario trifft doch nur dann ein, wenn die Unternehmen zahlungsunfähig werden;)

      Ich finde sehr lustig, dass man den Unternehmen sofort unterstellt, sie würden ja sowieso Pleite gehen und die Sicherheiten wären wertlos *g*.

      Wenn man davor schon Angst, dann sollte man die KfW sofort abwickeln - das Risiko, dass der Staat haftet, besteht nämlich bei jedem Kredit. Ich denke aber, dass die Vorteile einer Förderbank doch die Nachteile ihrer Abwesenheit aufwiegen;)

    • 28.05.2013, 10:27 UhrFalk

      @Hantasilf
      Schäuble will "billige" Kredite vergeben. Der Zinssatz ist aber auch immer Ausdruck des Risikos, das der Kreditgeber eingeht, wenn er einen Kredit vergibt.
      Wenn Schäuble Kredite "billiger" macht als sie angemessen wären, verletzt er wesentliche Grundsätzte eines normalen Bankgeschäfts in Hinblick auf Risikomangement.

    • 28.05.2013, 10:39 Uhrnetshadow

      "Wenn Schäuble Kredite "billiger" macht als sie angemessen wären, verletzt er wesentliche Grundsätzte eines normalen Bankgeschäfts in Hinblick auf Risikomangement."

      Wenn es nach den Grundsätzen eines normalen Bankgeschäfts gegangen wäre, gäbe es die jetzige Situation nicht.
      Es ist eigentlich absurd das man nun quasi Geld aus den Banken pressen muß damit diese in die Wirtschaft investieren und nicht in Börsen und Staatsanleihen.
      Also völlig abgehoben von einer realen Wirtschaft.
      Erst wenn die Banken wieder tatsächlich arbeiten und nicht bunkern, können auch wieder Zinsen generiert werden die man auch als solche bezeichnen kann.

    • 28.05.2013, 12:57 UhrFalk

      "Es ist eigentlich absurd...."
      Warum ist das so? Offenbar ist den spanischen Banken das Risiko zu hoch Unternehmen ihres eigenen Landes zu Krediten zu verhelfen.
      Warum? Sie können die Situation dieser Unternehmen besser einschätzen als andere, z.B. eine deutsche staatliche Entwicklungsbank, die nach rein "politische" Kriterien gewillt ist spanischen Unternehmungen Kredite zu gewähern.
      Aber, das Ganze hat eh nur "Symbolwert" wie Schäuble auch zugibt, wenn er von "psychologischer" Unterstützung
      schwadroniert.

    • 28.05.2013, 10:40 UhrHantasilf

      Natürlich sind die Kredite einer Förderbank billiger*g* Das liegt daran, dass es genau ihr Zweck ist, dort in den Markt ausgleichend einzugreifen, wo der Markt dieses Risiko nicht schultern möchte. Diese Bank ist eine politische Bank;)

      Wenn man prinzipiell damit ein Problem hat, dann muss die Bank abgewickelt werden und würde auch deutschen Unternehmen nicht mehr zur verfügung stehen.

    • 28.05.2013, 11:03 UhrRumor

      @Hantasilf
      Der "Markt", also die Banken, hat Gründe, warum er dieses Risiko nicht schultern will.
      Das Risiko bleibt in diesem Fall auf dem Steuerzahler sitzen und zwar wie gehabt auf dem deutschen Steuerzahler, was für einen Finzminister wie Herrn Schäuble natürlich bequem ist.

      Zur Solidarität, die Sie einfordern.
      Solidarität kann in bestimmten Fällen durchaus einmal angemessen sein, Solidarität als Dauerfall sozusagen als ständige Alimentation ist kontraproduktiv, da sich der Alimentierte in dieser angenehmen Solidatität einrichtet und beleidigt und erzürnt reagiert, wenn diese Art von "Solidarität" nachdem sie einmal gewährt worden ist, wieder Einschränkungen erfährt, da der Solidaritätleistende selber in die Bredouille gerät.

    • 28.05.2013, 10:47 UhrRadiputz

      In Deutschland kann kein Mittelständler auf einen "billigen" Kredit hoffen, wenn die Bank der Meinung ist, dass das Risiko, das sie mit einer Kreditvergabe eingeht, nicht mit einem entsprechenden Zinssatz korreliert.
      Also nichts mit "billig" sondern eben "angemessen".
      Und angemessen bedeutet, der Zins entspricht dem Risiko des Gläubigers.
      So einfach ist das.
      Wenn Schäuble glaubt, Grundsätze von Bankgeschäften über den Haufen werfen zu können, dann unterliegt er einem schwerwiegenden Irrtum.

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