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Privatbahnen: Lokführer-Streik sorgt für massive Zugausfälle

Es wird voll werden heute Morgen auf so manchem Bahnsteig in Deutschland. Seit 2 Uhr streiken die Lokführer der Gewerkschaft GDL bei Konkurrenten der Deutschen Bahn. Mit massiven Folgen.

Nachbau eines Lokführerstreiks in Miniatur. Quelle: dpa
Nachbau eines Lokführerstreiks in Miniatur. Quelle: dpa

FrankfurtDie neue Streikwelle bei den Konkurrenten der Deutschen Bahn hat laut Gewerkschaft schon in den ersten Stunden zu massiven Zugausfällen geführt. Deutschlandweit seien rund 70 Prozent der Züge bei den bestreikten Unternehmen ausgefallen, sagte der Chef der Lokführergewerkschaft GDL, Claus Weselsky, der dpa. Er betonte: „Die Streikwelle ist genauso angelaufen wie die bisherigen auch - mit hervorragender Beteiligung unserer Kolleginnen und Kollegen.“

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Um 2.00 Uhr am Donnerstagmorgen hatten die ersten Lokführer ihre Arbeit niedergelegt, der Arbeitskampf soll 48 Stunden dauern.

Deutschlandweit werden rund 20 regionale Schienenverkehrsunternehmen bestreikt.

Zugausfälle gibt es laut GDL „quer über die Republik“: Der Norden sei erneut stärker betroffen, „weil wir dort natürlich eine hohe Anzahl von einzelnen Privatbahnen haben“, erklärte Weselsky.

In Niedersachsen sind etwa die Gesellschaften Osthannoversche Eisenbahn, Westfalenbahn und Metronom betroffen. Mehr als 85 Prozent der Züge in Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Hamburg stünden still, sagte der stellvertretende Bezirksvorsitzende der GDL Nord, Harald Ketelhöhn. Pendler in Nordrhein-Westfalen waren ebenfalls teils massiv betroffen, vor allem in der Region Münster-Osnabrück-Paderborn.

In Sachsen fielen bei der Vogtlandbahn und bei der Ostdeutschen Eisenbahn zahlreiche Züge aus, wie GDL-Funktionär Frank Nachtigall sagte. Betroffen waren auch der Harz-Elbe-Express und die Mitteldeutsche Regiobahn (MRB), wo versucht wurde, auch mit Hilfe von Bussen drei Viertel der üblichen Leistung anzubieten.

In Bayern fahren Züge der betroffenen Bahnen - die Bayerische Regiobahn und die Vogtlandbahn - nach Notfallfahrplänen. Bei der Bayerischen Regiobahn gilt nach Unternehmensangaben der Wochenendfahrplan, allerdings mit doppelt so langen Zügen. In Baden-Württemberg waren die Auswirkungen des Streiks dagegen zunächst nicht zu spüren.

  • 14.04.2011, 11:13 UhrAnonymer Benutzer: Meierdry

    Wie wäre es mit einem Streik der Lohnbuchhalter?

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