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26.06.2008 
Sechs neue Vorhaben

Private Investoren sollen Autobahnen betreiben

In Deutschland könnte es bald mehrere Hundert Autobahn-Kilometer geben, die von privaten Investoren ausgebaut und betrieben werden-zumindest, wenn es nach dem Willen von Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee geht.

Autobahnen sollen in Zukunft mehr von Private Investoren ausgebaut und betrieben werden. Foto: dpaLupe

Autobahnen sollen in Zukunft mehr von Private Investoren ausgebaut und betrieben werden. Foto: dpa

HB BERLIN. Die Autobahn 8 Augsburg-Ulm und andere Fernstraßen sollen nach dem Willen von Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) von privaten Investoren ausgebaut und betrieben werden. Spätestens Anfang 2009 solle das Vergabeverfahren für die A 8 beginnen, sagte Tiefensee der "Süddeutschen Zeitung".

Insgesamt seien sechs neue Vorhaben mit 370 Kilometern Länge geplant, bei denen die Bundesregierung auf Privatinvestoren setze. Darunter sind auch Strecken in Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen. Das Bauvolumen beträgt knapp 1,4 Milliarden Euro.

Die privaten Investoren sollten die A 8 zwischen Augsburg und Ulm dreispurig ausbauen und 30 Jahre lang betreiben. Im Gegenzug erhalten sie Einnahmen aus der Lkw-Maut auf dieser Strecke. Die Baukosten für die 58 Kilometer Autobahn liegen bei schätzungsweise 330 Millionen Euro. "Theoretisch könnte der Bau schon Mitte 2010 beginnen", sagte Tiefensee. Die Bauzeit wird mit vier bis fünf Jahren veranschlagt.

Derzeit gibt es bereits drei Projekte, bei denen Firmenkonsortien die Verantwortung für Fernstraßen übernommen haben. Eines davon betrifft ebenfalls die A 8, nämlich das Teilstück zwischen München und Augsburg.

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