Privatuni
Witten-Herdecke offenbar gerettet

Die von der Insolvenz bedrohte Privatuniversität Witten-Herdecke ist offenbar gerettet. „Es geht weiter in Witten“, sagte nach einer nächtlichen Krisensitzung im NRW- Wissenschaftsministerium am frühen Dienstagmorgen ein Verhandlungsteilnehmer. Zuvor hatte es geheißen, es zeichne sich die Bereitschaft eines Großsponsors zum Einsteigen ab.

HB DÜSSELDORF. An den Verhandlungen hinter verschlossenen Türen hatten neben Wissenschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) und Hochschulvertretern auch Vertreter mehrerer Sponsoren teilgenommen. Sprecher von Hochschule und Ministerium wollten am frühen Morgen keine Stellung nehmen und verwiesen auf eine Presseerklärung, die am Dienstagvormittag veröffentlicht werden sollte.

Die Privatuniversität ist akut von der Insolvenz bedroht, wenn nicht ein neuer Sponsor ein Finanzloch von mindestens 4,5 Mio. Euro für das zu Ende gehende Jahr schließt. Falls die Gespräche scheiterten, müsse noch vor Weihnachten der Insolvenzantrag gestellt werden, hatte Hochschulsprecher Ralf Hermersdorfer am Montag gesagt.

Das Land hatte vergangene Woche völlig überraschend bekanntgegeben, dass es die für 2008 noch nicht ausgezahlte Hochschulförderung von 4,5 Mio. Euro stoppt. Außerdem soll die Hochschule drei Mio. Euro für 2007 zurückzahlen. Das Wissenschaftsministerium hatte die Mittelstreichung damit begründet, dass die Universität keine ordnungsgemäße Geschäftsführung mehr nachweisen könne. Das streitet die Hochschule strikt ab. An der Hochschule studieren rund 1 200 Studenten unter anderem Medizin und Betriebswirtschaft.

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