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30.09.2008 
SPD, Grüne und Linke stimmen für hessische SPD-Chefin

Probeabstimmung für Ypsilanti erfolgreich

Ein möglicher Regierungswechsel in Hessen rückt näher: Andrea Ypsilanti hat eine Probeabstimmung in der SPD-Landtagsfraktion bestanden. Die Grünen unterstützen die hessische SPD-Chefin ebenfalls in einer Probeabstimmung – und auch die Linksfraktion stimmte geschlossen für Ypsilanti.

Vor der Probeabstimmung gibt sich Andrea Ypsilanti zuversichtlich. Foto: apLupe

Vor der Probeabstimmung gibt sich Andrea Ypsilanti zuversichtlich. Foto: ap

HB WIESBADEN. Für Ypsilantis mögliche Wahl zur Ministerpräsidentin erhielt die SPD-Chefin am Dienstag die erforderliche Rückendeckung von 41 der 42 Abgeordneten ihrer Fraktion, wie Fraktionsgeschäftsführer Reinhard Kahl mitteilte. Die Darmstädter SPD-Abgeordnete Dagmar Metzger hatte schon zuvor angekündigt, eine Zusammenarbeit mit der Linken nicht unterstützen zu wollen. „Das war eine Signal der Geschlossenheit der Fraktion“, sagte Ypsilanti nach der Abstimmung. „Die Partei möchte, dass wir diesen Weg gehen.“

Zuvor hatte in einer geheimen Probeabstimmung die Fraktion der Linkspartei im hessischen Landtag geschlossen für die hessische SPD-Vorsitzende Ypsilanti als künftige Ministerpräsidentin gestimmt. Bei dem Testlauf am Dienstagmittag in Wiesbaden votierten alle sechs Abgeordneten für Ypsilanti. Nein-Stimmen oder Enthaltungen gab es nicht. „Wir hatten das Ergebnis erwartet“, sagte Fraktionschef Willi van Ooyen nach der Abstimmung. Die Linke habe damit deutlich signalisiert, dass sie die Zusammenarbeit mit SPD und Grünen wolle.

Wie SPD und Linke haben auch die Grünen im hessischen Landtag in einer Probeabstimmung ihre Unterstützung für Ypsilanti zugesagt. Alle neun Grünen-Abgeordneten stimmten nach Angaben von Fraktionschef Tarek-Al Wazir am Dienstag für eine mögliche Wahl Ypsilantis zur Ministerpräsidentin.

Ypsilanti will sich mit Hilfe der Linken zur Chefin einer rot-grünen Landesregierung wählen lassen. Sie braucht bei der Wahl zur hessischen Ministerpräsidentin im Wiesbadener Landtag mindestens 56 Stimmen. Grüne, Linke und SPD verfügen über insgesamt 57 Mandate.

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