Professor Tacheles zur Flüchtlingspolitik
Was der Flüchtlinge Leid, ist unser Wohl

Die Friedenshand wird hierzulande gerne und oft ausgestreckt. Das ist sehr sympathisch und gut gemeint, doch letztlich ein Zeichen absoluter politischer und strategischer Hilflosigkeit – meint Professor Tacheles.
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An Hilfsbereitschaft mangelt es gottlob nicht. Ganz viele Bürger warten nicht ab, bis die öffentliche Hand, also Bund, Land oder Kommunen, den Flüchtlingen hilft. Sie rollen die Hemdsärmel hoch, packen selbst mit an und reichen den Flüchtlingen die Willkommenshand. Gewiss, es gibt auch andere. Sie fürchten, Deutschland würde von Flüchtlingen wenn nicht überflutet, so doch überfordert. Ähnlich gespalten sind unsere westeuropäischen Nachbarn, auf die vergleichbare  Flüchtlingswellen schlagen.

Dabei ist langfristig unwiderlegbar: Was der Flüchtlinge Leid, ist unser Wohl. Demografisch und ökonomisch. Demografisch, denn Deutschland hat kaum Kinder. „Kinder statt Inder“, hatte vor 15 der inzwischen fast vergessene Jürgen Rüttgers (CDU) gefordert. Es kamen weder Inder noch Kinder. Jetzt kommen nicht zuletzt Kriegsflüchtlinge aus Syrien und dem Irak und andere aus afrikanischen Brennpunkten über Libyen. Viele Flüchtlinge erreichen der verbrecherischen Schlepperbanden wegen nicht ihr Ziel: Europa. Sie gehen im Mittelmeer unter oder kommen um, bevor sie ans Meer gelangen.

Wer mehr zahlt, hat die besseren Fluchthelfer und Fluchtschiffe, also bessere Chancen, das Ziel zu erreichen. Diejenigen, die es zu uns schaffen, haben dafür viel Geld geopfert.

Wer Geld hat, hatte zuvor beruflichen Erfolg. Wer beruflichen Erfolg hat, verdient gutes Geld. Daraus folgt: Zum Nulltarif bekommen wir gut (aus)gebildete Arbeitskräfte, die uns sonst fehlten. Welcher Dummkopf will sich angesichts dieser Tatsache weiter gegen noch mehr solcher Flüchtlinge sperren?

Ob subjektiv gewollt oder nicht, objektiv haben die im kinderarmen Westeuropa Verantwortlichen durch ihr Nicht-Eingreifen an den brennenden Punkten, den Brennpunkten, Syrien, Irak, Libyen für Nachschub und Nachwuchs auf dem heimischen Arbeitsmarkt gesorgt. Nachhilfe bekamen sie dabei von den USA.

Wären die USA unter Obamas Führung über 2014 hinaus im Irak geblieben, wäre es kaum zu dem so erfolgreichen Vernichtungsfeldzug des Islamischen Staates (IS) und damit gar nicht erst zu Flüchtlingsflut im und aus dem Irak gekommen. Jetzt bringt Obama wieder Soldaten dorthin. Heute hü, morgen hott.

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„Wer kann, flüchtet. Wer weiter kann, kommt zu uns“

Kommentare zu " Professor Tacheles zur Flüchtlingspolitik: Was der Flüchtlinge Leid, ist unser Wohl"

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  • Wer Flüchtlingen hilft, schadet unseren Kindern- Ergänzung


    Uch ich habe "nur" über die demographische Verdrängung gesprochen, unter der unsere Kinder bereits leiden bzw. spätetens in der nahen Zukunft, wenn Deutschland eine neue orientalisch-afrikanische Mehrheitsbevölkerung hat, leiden werden.

    Die (seitens der etablierten Parteien gezielt verschwiegene) gigantische finanzielle Belastung, die allein durch die neu ankommenden Asylbewerber verursacht, unter der unsere Kinder direkt oder indirekt leiden müssen habe ich noch gar nicht erwähnt.

    Allein die neuankommenden Asylbewerber verursachen Kosten in Höhe vieler Milliarden Euro.

    Hinzu kommen noch die Kosten der Asyleinwanderung der letzten 30 Jahre - Einwanderung von Millionen Menschen, die über den Weg Asyl nach Deutschland kamen, längst nicht mehr zu den Asylbewerber zählen, und überporportinal häufig von Sozialabgaben leben. Die hohen Sozialleistungs-Raten unter nichtwestlichen Migrantengruppen sprechen eine eindeutige Sprache.
    Wir haben in Deutschland eine wachsende Zahl von Kindern, die in Armut aufwächst. Die etablierten Parteien, auch die "linken" Parteien, tut überhaupt nichts dagegen.

  • Wer Flüchtlingen hilft, schadet unseren Kindern


    "An Hilfsbereitschaft mangelt es gottlob nicht. Ganz viele Bürger warten nicht ab, bis die öffentliche Hand, also Bund, Land oder Kommunen, den Flüchtlingen hilft. Sie rollen die Hemdsärmel hoch, packen selbst mit an und reichen den Flüchtlingen die Willkommenshand. "

    Und diese Bürger haben bestenfalls unsere Unverständnis, wenn nicht gar unsere Verachtung verdient.
    Denn sie tragen, mit ihrem Tun mit dazu bei, Deutschland noch attraktiver für Dritte-Welt-Staatler zu machen, noch mehr Araber, Afrikaner und Orientalen nach Deutschland und Europa zu locken.
    Sie tragen mit dazu bei, dass es immer mehr Viertel gibt, in denen kaum noch Deutsche und Europäer leben, immer mehr Schulen, in denen deutsche Kinder als Fremde im eigenen Land besuchen müssen und ausgrenzt, tyrannisiert und gequält werden, und dass alles in allem unseren Kindern keine andere Zukunft mehr haben, als ein Leben als schutzlose, bedeutungslose Minderheit im einst eigenen Land.

    Der deutsche Staat leistet mehr als genug für Asylanten. Die deutschen Leistungen für Asylbewerber sind selbst im europäischen Vergleich irsinnig hoch. Das ist auch der Grund, warum Deutschland teilweise 10-Mal, 20-Mal, 100-Mal mehr Asylbewerber aufnimmt als die meisten anderen europäischen Länder, und allein dieses Jahr eine halbe Million Asylbewerber erwartet, während andere große EU-Länder nur einige tausend oder hundert erwarten.

  • "Man muß Fragen stellen an die Regierenden in Bund und Ländern, an die Senate in den Stadtstaaten. Die müssen dann antworten. Meist nicht gern und häufig ausweichend oder unvollständig. Davon gibt es Ausnahmen. Eine davon ist die Antwort des Hamburger Senats. Es geht um die Frage, was Asylbegehrende den deutschen Staat und seine Steuerzahler denn so kosten. Für einen konkreten Fall liegt jetzt eine Auskunft vor: Für zwei Afghanen in den ersten drei Monaten zusammen rund 13.000 Euro, je Person also 6.500 beziehungsweise im monatlichen Durchschnitt 2.167 Euro. Wenig ist das nicht gerade, wenn man bedenkt, daß deutsche Rentner meist weniger bekommen, obwohl sie dafür während ihres ganzen beruflichen Lebens in die gesetzliche Rentenversicherung haben einzahlen müssen." (ef)

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