Diskussion: Kommentare zu: Das Rentenniveau fällt ungebremst

Oliver Stock, Chefredakteur Online

Liebe Leserinnen und Leser,

Wir freuen uns auf Ihren Kommentar. Gerne kritisch. Gerne auf den Punkt - von mir aus kurz und schmerzhaft. Auch Lob würden wir annehmen. Am meisten freuen wir uns, wenn Sie zu Ihrer Meinung mit Ihrem wirklichen Namen stehen. Wir möchten wissen, mit wem wir diskutieren, und Sie möchten wahrscheinlich auch wissen, mit wem Sie sich auseinandersetzen. Wir glauben, dass es zu einem fairen Umgang miteinander im Netz gehört, sich offen gegenüberzutreten. Dafür steht die Handelsblatt-Online-Redaktion. Dafür stehe ich.

Ihr
Oliver Stock
Chefredakteur Handelsblatt Online

Bitte bleiben Sie fair und halten Sie sich an unsere Community Richtlinien sowie unsere Netiquette.
  • 31.08.2011, 12:43 UhrAnonymer Benutzer: Vernunftbuerger

    Das Geld, dass wir eigentlich für unser Rentenalter zurücklegen und sparen müssten, wird gerade verschleudert, um die Finanzzocker schadlos zu halten und um nicht wettbewerbsfähigen Staaten in der EU einen überteuerten Lebensstil zu ermöglichen. Dank an die Blockparteien im Berliner Bundestag, die diesen Hochverrat gerade beschließen. Ich hoffe, deren Strafe wird einmal so schrecklich sein wie meine Wut heute.

    • 31.08.2011, 13:03 UhrAnonymer Benutzer: kuac

      Sie haben nur teilweise recht. Es geht eigentlich nicht um die Rettung der Schulden Staaten (das kann uns egal sein), sondern um die Rettung der Deutschen und Französchen Banken, die sehr leichtsinning Milliarden in den Schuldenländern reingepumpt haben. Da die Schuldenländer nun Pleite sind, versuchen die Banken alle Hebel in Bewegung zu setzten, damit wir, die Steuerzahler ihnen die verspielten Gelder wieder erstatten.

    • 31.08.2011, 13:38 UhrAnonymer Benutzer: Vernunftbuerger

      Ich stimme Ihnen zu. Entscheidung und Haftung gehören zusammen. Wenn eine Bank Staatsanleihen von Ländern gekauft hat, die nun nicht mehr zahlen können, ist das deren Geschäftsrisiko. Dann muss umgeschuldet oder abgeschrieben werden. Das wird sehr teuer, ist aber verschüttete Milch. Vielleicht fragen sich dann künftig die Anleger geanuer, wem sie ihr Geld anvertrauen. Wenn aber das Schuldenmachen für die Zukunft weiter belohnt und durch Transfers ermöglich wird, sprengt das nicht nur die Bilanzen einiger Banken und Versicherer, sondern auch jede Chance auf eine vernünftige Zusammenarbeit in Europa und womöglich auch die Demokratie. Der Euro ist auf Sand gebaut. Die Volkswirtschaften sind für einheitliche Zinssätze und Wechselkurse zu unterschiedlich und die Vorstellung, die Souveränität der Nationalstaaten so zu beschneiden, dass hier ein Gleichschritt möglich würde, zeugt nur von dem entsetzlichen und bürgerfernen Größenwahn der politischen Klasse.

    • 01.09.2011, 07:40 UhrAnonymer Benutzer: Koboldo

      Der Staat hat mE unerlaubt in die Rentenkassen gegriffen. Damit hat er alle Arbeitnehmer belogen, betrogen und beraubt! Nur zur Erinnerung: Helmut Schmidt hat in der Krise der 70iger Jahre in großem Stil damit angefangen. Es ist fatal, dass gerade die Arbeiterpartei SPD am schändlichsten mit den AN umsprang, Schröder hat mit der Lastenverschiebung in der SozVers nahtlos diesen Betrug fortgeführt und zudem die Versteuerung von Renten eingeführt! Die neuerlich vorgeschlagene Reduzierung der Sozialversicherungsbeiträge knüpfen da an. Hat die Politik nichts aus den misslichen Verhältnissen in England gelernt? Dort wurde die Altersvorsorge auch privatisiert mit dem Ergebnis, dass heute viele Rentner vor dem Nichts stehen, weil diverse Versicherer bankrott gingen (Geld verzockt!). Nun darf der Staat dort wieder einspringen... Abgesehen davon, dass schon heute viele AN gar nicht in der Lage sind, eine private Vorsorge zu treffen, hat der Staat die verdammte Pflicht, das Rentenversicherungssystem so zu gestalten, dass man nach einem arbeitsreichen Leben von seiner Rente auch leben kann!
      Über eines sollten sich die Herrschaften in Berlin im Klaren sein: Rentner sind auch Wähler, und die werden immer mehr...

  • 31.08.2011, 12:50 UhrWolfgangPress

    Das Rentenniveau soll sinken. Das muss aber nicht sein. Das System hat einen ganz entscheidenden Fehler. Der Fehler ist die Beitragsbemessungsgrenze und der zweite Fehler ist die fehlende Kapitaldeckung. Diese Fehler könnten beseitigt werden. Das würde aber bedeuten, dass weniger bei den privaten Versicherungen ankommt, wobei eine Geldanlage dort genauso schlecht ist wie auf dem Sparbuch.
    Für mich ist es schleierhaft warum die Politiker immer so sehr die private Absicherung fürs Alter außerhalb der gesetzlichen Rentenversicherung befürworten. Oder sollte es sein, dass da die Lobby der Versicherungswirtschaft kräftig nachhilft? Dann gibt es bei den Politikern mehr Gauner als Patrioten.

    • 31.08.2011, 13:10 UhrDiamant

      @ WolfgangPress

      Können Sie mir bitte einen "Patrioten" in der deutschen Regierung nennen? Ich wüßte keinen^^ Also was bleibt dann noch? ;-)

      Im übrigen wäre da noch ein Punkt zu nennen. Wenn nicht immer Geld der Rentenkassen für andere Zwecke mißbraucht werden würde, dann ginge es den Rentnern heute und in der Zukunft wesentlich besser ;-) Das nur mal so am Rande.

    • 31.08.2011, 15:25 UhrBrasso

      @WolfgangPress

      Lobby?

      Sie brauchen sich doch nur die Aufsichtsratsmandate der Politiker anzuschauen. Wer da keine Verquickung sieht, dem ist nicht mehr zu helfen.

      Das blöde an der privaten Vorsoge ist noch, dass mit diesem Geld dann gezockt wird, damit die Boni und die versprochenen Renditen auch erwirtschaftet werden.

  • 31.08.2011, 13:02 UhrAnonymer Benutzer: KlugerAltersvorsorgersagt

    ..denn eins ist sicher! Sollte das schief laufen mit den kapital-gedeckten "Betrugs-Pordukten" unserer Politik-Eliten und deren Klüngel-Vertreter, dann können diese Pfeifchen sich einen Bunker suchen oder nach Asien auswandern.

    Wer an diese "Gurkentruppe" glaubt, ist schon seit Jahren verloren und betrogen worden. Schaut Euch alle einfach deren Alter an..die werden von dem Schnellballsystem noch etwas abbekommen, doch die jungen Deppen, die jetzt einzahlen oder seit 1983 dies getan haben, werden gleich O=nix=niente Rente mehr erhalten, so wie auch zu und nach Hitlers-Zeiten.

    Wählt diese Pack endlich ab!!!

    Kauft Gold,Silber,Aktien und spart Euch den restlichen Anlagemist.

  • 31.08.2011, 13:06 UhrTheDaubi

    Das war doch klar! Weniger Beitragszahler, mehr Rentner = geringere Rente.
    Die logische Schlussfolgerung ist:
    Länger arbeiten oder mehr Beiträge zahlen.
    Jedem der rechnen kann sollte das klar sein,aber eine Möglichkeit gibt es noch: Von jedem Konto eine Null streichen und damit das Rentenloch stopfen.

    • 31.08.2011, 13:13 Uhrihr

      falsch!! Die Gewinne explodieren. Weniger Beschäftigte erarbeiten steigende Gewinne und müssen steigend daran beteiligt werden. Und schon gibt es kein Problem mehr.

      Warum dann nicht das gleiche System wie in der Schweiz? Treibt den privaten Banken und Versicherungen wohl nicht soviel Kunden zu ?

      Übrigens, der Generationenvertrag bedeutet: Kinder zahlen für Ihre Eltern. Werkeine Kinderhat kann selbst vorsorgen. Da wäre die Lösung!! Aber da steigen die Gewinne der Versicherer ja nicht ins Unermessliche. Und das will man ja mit der Rentensenkung erreichen.

      Übrigens, wieso werden die versicherungsfremden Leistungen wie rente an Holocaust-Opfer, Rußlanddeutsche usw. aus der Rentenkasse bezahlt? Die Beamten bleiben da aussen vor? Das ist Diebstahl dieses Unrechtsstaates an den Versicherten!
      Ebenso müssten die Rentenzahlungen für Bürger aus dem Ostdeutschen Anschlußgebiet aus Steuern bezahlt werden und nicht aus der Rentenkasse!!

  • Die aktuellen Top-Themen
Studie: Bei Übernahmeschlachten gewinnt der Verlierer

Bei Übernahmeschlachten gewinnt der Verlierer

Wenn zwei Unternehmen um ein anderes streiten, bedeutet das oft nicht Gutes für den Gewinner. Denn bei Übernahmen können die Sieger die Erwartungen oft nicht erfüllen. Profiteur ist - der Verlierer.

Wüstenrot-Studie: Jeder dritte Deutsche fürchtet Immobilienblase

Jeder dritte Deutsche fürchtet Immobilienblase

Rund 44 Prozent der Deutschen halten die Preise für Häuser und Wohnungen für deutlich überhöht. Sie fürchten sich vor einer Immobilienblase. Vor allem die Bürger eines Bundeslandes sind besonders skeptisch.

Politik versus Wirtschaft: Wie viel Kritik ist erlaubt?

Wie viel Kritik ist erlaubt?

Für Politiker sind Megaveranstaltungen wie der ESC in Aserbaidschan und die WM in Katar Anlass, mehr Demokratie zu fordern. Deutsche Unternehmen hoffen jedoch auf Großaufträge - und geraten schnell zwischen die Fronten.