Prognose
Gewerkschaften warnen vor Arbeitsplatzabbau wegen E-Autos

Gut für die Umwelt, schlecht für den Arbeitsmarkt: Gewerkschaften fürchten, dass Elektroautos für Arbeitsplatzverluste sorgen werden.
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MünchenDie Gewerkschaften fürchten bei einer flächendeckenden Einführung von Elektroautos ab 2020 den Verlust zahlreicher Arbeitsplätze in Deutschland. „Es wird weniger Beschäftigte geben, je mehr der Elektroantrieb den Verbrennungsmotor verdrängt“, sagte der bayerische IG-Metall-Bezirksleiter Jürgen Wechsler am Dienstag in München. Der Verbrennungsmotor habe rund 1.400 Teile im Antriebsstrang, der Elektroantrieb aus heutiger Sicht nur etwa 210. „Kolben oder Getriebe werden nicht mehr gebraucht“, erklärte Wechsler.

Wie viele Arbeitsplätze in Gefahr seien, hänge vom Engagement der deutschen Hersteller und Zulieferer im Bereich Elektromobilität ab und sei deshalb derzeit schwer zu beziffern, sagte Wechsler, der auch im Aufsichtsrat von BMW sitzt. Politik und Industrie forderte er auf, den Einsatz bei der Förderung von Elektroantrieben zu erhöhen, damit sich nicht andere Länder wie China oder die USA die führende Position in diesem Zukunftsmarkt sichern. „Es geht darum, jetzt die richtigen Weichen zu stellen, damit wir bei diesem Strukturwandel am Ende nicht die Verlierer sind.“

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Prognose: Gewerkschaften warnen vor Arbeitsplatzabbau wegen E-Autos"

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  • Herr Wechsler dürfte richtig liegen mit seiner Ansicht, daß der Elektromotor im Auto Arbeistplätze kosten wird. Das ist auch generell der Preis gewesen bei Fertigungsmethoden, die Innovationen und andere Technologien eingesetzt haben.

    Die Gewerkschaften sollten grundsätzlich nachdenken über die Tatsache, daß die menschliche Arbeitskraft in Industrie und Gewerbe seit Jahrzehnten immer weniger benötigt wird.

  • magnetschwebeauto? wenn man schon bei der magnetschwebebahn versagt hat, dann können wir diesen irrsinn gleich auch vergessen und in der schublade verschwinden lassen. und zweitens würde die individualität des autobesitzers verloren gehen. wann kommt endlich das passivenergieauto? wenns dies beim hausbau gibt, warum nicht auch in der autobranche? achja. dann würden auch die ölmultis nix mehr verdienen, verstehe. des sind ja auch arme schweine. tsetsetse

  • Ein Magnetschwebeauto braucht noch weniger Teile und bringt die "Straße" ohne Schlagloch gleich mit.

    http://www.bps-niedenstein.de/content/view/192/2/

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