Deutschland
Prominente fordern „Reichensteuer“ in Deutschland

Mehrere Prominente haben sich in einem offenen Brief für eine „Reichensteuer“ in Deutschland stark gemacht.

HB BERLIN. „Wenn Sie die Massenkaufkraft stärken wollen, wenn Sie Arbeitsplätze schaffen wollen, dann schaffen Sie das Steuerparadies für wirklich Reiche in Deutschland ab und sorgen Sie für eine gerechte Besteuerung“, heißt es in dem an die CDU-Vorsitzende Angela Merkel und den SPD-Chef Franz Müntefering gerichteten Schreiben.

Die Unterzeichner des am Samstag in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ und in der Hamburger Ausgabe der „Bild“-Zeitung veröffentlichten Briefs forderten die Parteivorsitzenden auf, „belasten Sie die Vermögenden statt den Arbeitnehmern und Rentner weitere Opfer abzuverlangen“. Deutschland benötige bessere Schulen und eine gute Kinderbetreuung - „aber kein Steuerparadies für Reiche mitten in Europa“.

Union und SPD haben sich nach Informationen des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“ auf die Einführung einer „Reichensteuer“ verständigt. Danach haben die Spitzen von CDU und CSU der SPD-Forderung am vergangenen Donnerstag in kleiner Runde nachgegeben, berichtet das Nachrichten-Magazin ohne Angaben von Quellen. Zur Begründung für die Kurskorrektur hätten Unions-Vertreter erklärt, der Sparkurs der künftigen Regierung mute den Bürgern mit kleinen Einkommen derart viel zu, dass es auch für Gutverdienende Einschnitte geben müsse.

Dagegen berichtet die „Bild am Sonntag“, die designierte Kanzlerin Angela Merkel leiste harten Widerstand gegen eine „Reichensteuer“. Die CDU-Chefin argumentiere, die „Reichensteuer“ sei in der CDU nicht durchsetzbar.

Unterschrieben haben den Aufruf unter anderem Literaturnobelpreisträger Günter Grass und die Schriftsteller Erich Loest sowie Johano Strasser. Ebenfalls unterzeichnet haben der Bremer Ökonom Rudolf Hickel und die Millionenerben Percy Rohde und Susann Haltermann. Initiator des Aufrufs ist der Hamburger Reeder Peter Krämer.



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