Prostitution
Länder-Minister wollen Gesetz verschärfen

Die Länder-Innenminister wollen den Bund dazu drängen, das Prostitutionsgesetz zu verschärfen. Menschenhandel soll stärker bekämpft werden, und auch sonst finden die Minister einiges, was ihnen Sorgen bereitet.
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HB BERLIN. Die Innenministerkonferenz betrachte mit Sorge, dass es neben der klassischen Prostitution einen Trend etwa zu sogenannten Flatrate-Clubs mit Pauschalpreisen gebe, berichtet das Magazin "Der Spiegel" unter Berufung auf eine Beschlussvorlage für das Treffen der Minister am 18./19. November in Hamburg. Darin heiße es weiter, es seien in der "Straßenprostitution vermehrt osteuropäische Frauen vertreten", die dem Gewerbe in "schlechtem gesundheitlichen Zustand" nachgingen. Hinzu komme eine deutliche Zunahme des Menschenhandels zwecks sexueller Ausbeutung.

Es gebe keine belastbaren Hinweise, dass das Gesetz von 2002 einen "kriminalitätsmindernden Effekt" gehabt habe, heißt es demnach in einem Positionspapier aus Bremen. Mit dem Gesetz war zwangsfreie Prostitution legalisiert worden. Weiter heißt es, mit "Erlaubnispflichten für alle Formen von Prostitutionsstätten" solle nun beispielsweise verhindert werden, dass schon einmal verurteilte Menschenhändler Bordelle betreiben. Daneben würden in der Vorlage bundeseinheitliche Zugangs- und Kontrollmöglichkeiten für Orte gefordert, an denen der Prostitution nachgegangen wird, sowie ein flächendeckendes Angebot an Ausstiegshilfen für Prostituierte.

Kommentare zu " Prostitution: Länder-Minister wollen Gesetz verschärfen"

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  • jaja. welch paradoxe vorgehensweise. sind doch die herren minister meistens die, die am knauserigsten sind und so wenig wie möglich für schnellen sex zahlen wollen. ja. ich gehe weiter prostitution sollte ganzheitlich verboten werden, auf allen ebenen. denn die polotiker, die sich für die wirtschaftslobby prostituieren, gehören genauso angeprangert und sollten mit berufsverbot auf lebenszeit bestraft werden. nicht nur bei der politik sondern auch in der wirtschaft. und schon würde es deutschland schlagartig besser gehen.

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