Protest der Rolling-Stones
CDU soll "Angie" nicht mehr spielen

Rüffel für die CDU: Das Management der Rolling-Stones wehrt sich gegen die unerlaubte Nutzung des Hits "Angie" im deutschen Wahlkampf. Der Partei könnten nun peinliche Geld-Nachforderungen ins Haus stehen.

HB BERLIN. Man habe keine Erlaubnis zur Verwendung des Songs erteilt, sagte eine Sprecherin der in den USA tourenden Band dem US- Magazin "Time". Zudem sei man überrascht, dass die Partei nicht gefragt habe. Eine CDU-Sprecherin betonte am Abend, man habe von der Musikverwertungs-Organisation GEMA erneut die Bestätigung erhalten, dass die Partei die Aufführungsrechte für den Song besitze.

"Angie, oh Angie, where will it lead us from here?" (Angie, oh Angie, wohin wird uns das noch führen?"), heißt es in dem Stones-Klassiker "Angie". Die CDU macht den Song aufgrund der Anspielung auf den Vornamen ihrer Kanzlerkandidatin Angela Merkel zur Wahlkampfhymne. Ein anderer CDU-Sprecher hatte die Vorwürfe der Stones-Sprecherin schon zuvor zurückgewiesen. Die Partei habe die Nutzung des Songs bei der GEMA geklärt. Dieser Darstellung hatte die GEMA jedoch widersprochen.

Man habe die CDU darauf hingewiesen, dass der "Rechte-Inhaber persönlich für eine Freigabe angesprochen werden muss", sagte eine Sprecherin der "Leipziger Volkszeitung" (Dienstag). Es gebe nur einen Pauschalvertrag zwischen GEMA und CDU für Musiknutzungen bei Wahlveranstaltungen. Das Abspielen des "Angie"-Lieds falle jedoch auf jeden Fall unter die Persönlichkeitsrechte.

Eine SPD-Unterstützerorganisation verbreitete eine deutsche Version von "Angie", um darauf hinzuweisen, dass es sich bei dem Stones-Lied eigentlich um einen traurigen Abschiedssong handelt. Er endet mit der Zeile: "Angie, Angie, sie können nicht sagen, wir hätten es nie versucht."

Was für Folgen die unerlaubte Nutzung des Liedes für die CDU hat, ist bislang noch unklar. Das Management wollte sich nicht dazu äußern, wie es genau reagieren wird - und ob die Partei möglicherweise zahlen muss.

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