Protest für Steinkühler-Pause
IG Metall streikt bei Daimler und Porsche

Mit ersten Warnstreikaktionen in Baden-Württemberg hat die IG Metall in der Nacht zum Mittwoch ihre Gangart in der Metall-Tarifrunde verschärft.

dc BERLIN. Bei Daimler-Chrysler in Sindelfingen waren nach Gewerkschaftsangaben bereits mit Beginn der Nachtschicht erste kurzfristige Arbeitsniederlegungen geplant. Im weiteren Verlauf sollten auch Beschäftigte von Bosch und Porsche in die Aktionen einbezogen werden.

Im Zentrum der Auseinandersetzung im Südwesten steht für die IG Metall der Erhalt einer Pausenregelung für Bandarbeiter. Dabei handelt es sich um die so genannte Steinkühler-Pause, eine südwestdeutsche Sonderregelung, die Ende 2005 vom regionalen Arbeitgeberverband aufgekündigt worden war. Der Konflikt darum belastet auch die allgemeine Tarifrunde, in der die Gewerkschaft fünf Prozent mehr Lohn für die bundesweit 3,4 Millionen Metaller durchsetzen will. Streiks für mehr Lohn sind wegen der tariflichen Friedenspflicht erst ab Ende März erlaubt, daher bleiben die Aktionen vorläufig auf Baden-Württemberg beschränkt. Die Lohnverhandlungen gehen am Mittwoch mit einem Treffen der regionalen Tarifparteien in Norddeutschland in die zweite Runde.

Im Tarifkonflikt des öffentlichen Dienstes blieb die Lage unübersichtlich. In den Verhandlungen für Kommunalbedienstete im Baden-Württemberg wurde zwar eine Fortsetzung der Verhandlungen am Mittwoch beschlossen. Hinweise auf eine greifbare Annäherung im Streit um die Arbeitgeberforderung nach Wochenarbeitszeiten von deutlich mehr als 38,5 Stunden gab es jedoch nicht. Weiter offen war auch der Ausgang des Konflikts zwischen Verdi und den Arbeitgebern der Länder.

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