Protest gegen niedrige Milchpreise
Milchbauern machen ihrem Unmut Luft

Milchbauern in Niedersachsen und Schleswig-Holstein haben am frühen Mittwochmorgen Auslieferungslager von Lebensmitteldiscountern blockiert.

HB WENZENDORF. Im niedersächsischen Wenzendorf (Kreis Harburg) demonstrierten 120 Landwirte gegen niedrige Milchpreise und versperrten zeitweise die Zufahrt zum Zentrallager einer Billigmarkt-Kette. In Horst (Kreis Steinburg) in Schleswig- Holstein protestierten Landwirte mit 30 Traktoren vor einem zentralen Milchlager eines Lebensmitteldiscounters.

Die Bauern wollten Druck auf die anstehenden Milch-Preisverhandlungen zwischen den deutschen Molkereien und den Discountern ausüben, sagte der Geschäftsführer des Bundesverbandes der deutschen Milchviehhalter Nord, Eckehard Harder. Die Milchbauern werfen den Billigmarkt-Ketten vor, durch ihre Preispolitik für den niedrigen Milchpreis mitverantwortlich zu sein.

„Wir brauchen einen Abnahmepreis von mindestens 35 Cent für ein Kilogramm Milch, um wirtschaftlich arbeiten zu können“, sagte Harder. Zur Zeit bekämen Landwirte rund 26 Cent für ein Kilogramm Milch. Im Laufe des Mittwochs sind nach Angaben des Milchviehhalterverbands weitere Proteste in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Sachsen geplant, sagte Harder.

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