Deutschland
Proteste gegen Hartz IV gehen weiter zurück

Die Proteste gegen die Arbeitsmarktreform Hartz IV ebben weiter ab. Auch bei den Demonstrationen am Montag setzte sich der rückläufige Trend der vergangenen Wochen fort. Vor allem in Ostdeutschland war wieder an zahlreichen Orten zu Kundgebungen aufgerufen worden. Sie fielen noch einmal kleiner aus als in der Vorwoche.

HB BERLIN. In Leipzig kamen nach Veranstalter-Angaben etwa 1000 Menschen, nur ein Drittel der Beteiligung vom vorigen Mal. In Magdeburg, wo die Protestwelle Ende Juli ihren Ursprung hatte, zählte die Polizei 1200 Demonstranten. In Thüringen beteiligten sich laut Polizei knapp 3000 Menschen nach 3500 in der Vorwoche. In Berlin gingen laut Polizei 2000 Menschen auf die Straße, die Veranstalter sprachen von etwa 3000 Teilnehmern. In Nordrhein-Westfalen demonstrierten einen Tag nach den Kommunalwahlen in den Großstädten an Rhein und Ruhr laut Polizei rund 1000 Menschen.

Die Globalisierungskritiker von attac wollen nach der geplanten Großkundgebung an diesem Samstag in Berlin entscheiden, wie die Proteste weitergehen sollen. In der Organisation gebe es Stimmen, zu den Montags-Demonstrationen nicht mehr aufzurufen, sagte ein Sprecher. Es gebe aber noch keinen Beschluss. Peter Wahl vom attac- Koordinierungskreis sagte dem „Tagesspiegel“ : „Wir müssen weg von der Fixierung auf die Montagsdemos. Der Westen hat nicht reagiert, der Funke ist nicht übergesprungen.“ In der vergangenen Woche hatte bereits die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi ihre Teilnahme an den Montags-Demonstrationen aufgekündigt.

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