Proteste
Großkundgebungen gegen Gewalt im Iran

Mehrere hundert Menschen haben am Samstag in Berlin und Düsseldorf gegen Gewalt und Unterdrückung im Iran demonstriert. Auf Plakaten forderten die Teilnehmer unter anderem die Freilassung der Iraner, die nach dem umstrittenen Wahlsieg von Präsident Mahmud Ahmadinedschad Mitte Juni festgenommen worden waren.

HB BERLIN/DÜSSELDORF. Die westlichen Regierungen wurden dazu aufgefordert, den Iran stärker zu boykottieren. Die Kundgebungen sind Teil eines weltweiten Aktionstages, den Amnesty International, Reporter ohne Grenzen und die Schriftstellervereinigung P.E.N. unterstützen.

"Im Iran werden seit sechs Wochen die grundlegenden Rechte mit Füßen getreten", sagte Monika Lüke, Generalsekretärin von Amnesty International in Deutschland laut Mitteilung. Die internationale Staatengemeinschaft müsse sich für die Einhaltung der Menschenrechte einsetzen und dürfe es nicht bei Lippenbekenntnissen belassen.

Auf dem Pariser Platz vor dem Brandenburger Tor ging unterdessen der Hungerstreik von etwa drei Dutzend ehemaligen politischen Gefangenen aus dem Iran weiter. Auf Decken und Matten wollten die Regimegegner noch bis Sonntag ausharren. Sie verlangen die Abschaffung der Todesstrafe und eine Trennung von Staat und Religion im Iran. Ähnliche Demonstrationen gab es am Samstag auch in Paris, Rom und New York. Für Samstagabend war in Berlin eine Lichterkette zwischen den Botschaften Frankreichs, Großbritanniens und Russlands geplant.

Im Iran war es in den vergangenen Wochen mehrfach zu Massenprotesten gekommen, die zum Teil blutig niedergeschlagen wurden. Dabei wurden mindestens 20 Menschen getötet. Nach Amnesty- Schätzungen gab es mehr als 2000 Verhaftungen.

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