Protesttag
Studenten wollen wieder streiken

An mehr als 100 Hochschulorten wird der „Bildungsstreik 2009“ vorbereitet. Am 17. November wollen Schüler und Studenten für bessere Bildung auf die Straße gehen. Unterstützung erhalten die Jugendlichen und jungen Erwachsenen von den Bildungsgewerkschaften. Bei ersten Veranstaltungen wurden schon Hörsäle besetzt - die Organisatoren wollen in dieser Runde noch mehr Druck auf die Politiker aufbauen.
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HB BERLIN. Ein Zusammenschluss verschiedener Schüler- und Studentengruppen bereitet an mehr als 100 Hochschulorten erneut Bildungsstreiks vor. Auftakt soll am 17. November ein bundesweiter Protesttag gegen die Verschulung der neuen Bachelor-Studiengänge und die in einigen unionsgeführten Bundesländern erhobenen Studiengebühren sein, erklärten die Organisatoren am Dienstag in Berlin. Die Aktionen erfolgten in enger Abstimmung mit den aktuellen Protesten und Hochschulbesetzungen in Österreich. Die deutschen Schüler fordern von den Kultusministern die Abschaffung der sogenannten Kopfnoten für Betragen und Lernverhalten, das Ende des „Turbo-Abiturs“ nach zwölf Schuljahren, kleinere Klassen und mehr Mitspracherechte.

Bereits in diesem Sommer hätten sich nach Angaben der Veranstalter 270 000 Schüler- und Studenten an den Bildungsstreiks beteiligt. Die anschließenden Versprechungen von Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) und der Länder-Kultusminister nach Verbesserungen des Bachelor-Studiums seien nicht realisiert worden. Man wolle deshalb mit einer mehrstündigen Blockadeaktion die am 10. Dezember in Bonn tagende Kultusministerkonferenz „zum Nachsitzen zwingen“.

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