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Prüfung: Ab 2017 gelten bundesweite Standards beim Abitur

Das Abitur in Deutschland wird einheitlicher. Bisher hatte jedes Bundesland seine eigenen Leistungsstandards, ab 2017 gibt es einheitliche Anforderungen – zumindest in vier Kernfächern.

Die Abiturprüfungen in Deutschland sollen ab 2017 vergleichbarer sein. Quelle: dapd
Die Abiturprüfungen in Deutschland sollen ab 2017 vergleichbarer sein. Quelle: dapd

HamburgAb 2017 gelten in ganz Deutschland die gleichen Standards für das Erreichen der Allgemeinen Hochschulreife. Darauf einigten sich die Kultusminister der Länder auf ihrer 339. Plenartagung in Hamburg. Die verbindlichen Leistungsanforderungen gelten für die gymnasiale Oberstufe und das Abitur in allen 16 Bundesländern - in den Fächern Deutsch, Mathematik und fortgeführter Fremdsprache (Englisch/Französisch). "Von der Grundschule bis zum Abitur liegen damit jetzt bundesweit geltende Bildungsstandards für die zentralen Fächer vor", sagte KMK-Präsident und Hamburgs Schulsenator Ties Rabe (SPD). Das sei ein großer Schritt für das deutsche Schulwesen, der so noch vor einigen Jahren kaum für möglich gehalten worden sei.

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Rabe zufolge sorgt die KMK mit den gleichen Anforderungen für mehr Vergleichbarkeit zwischen den Bundesländern. "Wir sichern ein gemeinsames Leistungsniveau und wir schaffen zugleich eine länderübergreifende Grundlage zur Entwicklung und Sicherung schulischer Qualität", sagte der Senator weiter.

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Die Bildungsstandards sollen durch sogenannte illustrierende Lernaufgaben veranschaulicht werden. Sie zeigen, "welche Aufgabenstellungen geeignet sein können, um die angestrebten Bildungsziele im Unterricht zu erreichen", wie es weiter hieß. Ferner enthalten die Bildungsstandards auch Beispiele für mögliche Prüfungsaufgaben. Damit wollen die Kultusminister Anregungen vermitteln, wie die in den Bildungsstandards formulierten Anforderungen im Abitur geprüft werden könnten.

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Mit der Umsetzung der Standards in ihren Bildungs- und Lehrplänen sollen die Länder nun beginnen. Im Schuljahr 2016/17 werden dann bundesweit gleich schwere Abiturprüfungen in den zentralen Fächern eingesetzt. Dazu wird ein Aufgabenpool mit wissenschaftlich überprüften und gleich schweren Abituraufgaben in den zentralen Fächern eingerichtet. Dieser Pool soll ab 2013 wachsen und den Ländern ab dem Schuljahr 2016/2017 zur Verfügung stehen.

Rabe erhofft sich durch die Einigung auf die einheitlichen Standards eine weitere Verbesserung der Qualität und Vergleichbarkeit des Abiturs. Zugleich würden damit neue Impulse für die Weiterentwicklung des Unterrichts gesetzt.

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Entwickelt wurden die Bildungsstandards für die Allgemeine Hochschulreife vom Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB) in Zusammenarbeit mit Fachexperten der Länder sowie Wissenschaftlern in Abstimmung mit der KMK. Auch soll das IQB federführend die Entwicklung von Standards für die Allgemeine Hochschulreife für die Fächer Biologie, Chemie und Physik verantworten.

  • 11.11.2012, 09:51 UhrFrank-O

    @rasmus1

    Das sehe ich im Wesentlichen auch so. Hoffentlich hat man sich nicht auf einen "kleinsten gemeinsamen Nenner" geeinigt, sprich das Niveau der Länder mit der offensichtlich schlechtesten Bildungsqualität.

    Außerdem fehlt mir diese Vergleichbarkeit auch für die naturwissenschaftlichen Fächer. In einem Land, das seinen Wohlstand zu einem bedeutenden Teil aus den Köpfen seiner Ingenieure generiert, sollten Minimalanforderungen für die Hochschulreife auch für Chemie, Physik & Biologie bundesweit einheitlich sein.

    Aber es ist wenigstens ein Anfang....

  • 10.11.2012, 19:51 UhrStreicher

    Bitte den Link posten wo ich nachlesen kann daß Lerninhalte ständig nach unten gesenkt werden.

    Oder ist das nur eine Ihrer üblichen, nicht belegten Unterstellungen?

  • 21.10.2012, 11:55 Uhrmargrit117888

    Ein Zentral-Abi schön und gut.
    Aber trotzdem bleiben usere Jungendlichen dumm, denn das Niveau die Lerninhalte werden ja steitig nach unten gesenkt

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