Psychoterror strafbar
Anti-Stalking-Gesetz gilt seit Samstag

Seit Samstag ist auch in der Bundesrepublik das so genannte Stalking strafbar. Wer anderen Menschen hartnäckig nachstellt, kann von nun an mit Geldstrafen oder Freiheitsstrafen bis zu drei Jahren belegt werden.

HB BERLIN. Das Anti-Stalking-Gesetz ist am Samstag in Kraft getreten. Das teilte das Bundesjustizministerium mit. Damit ist Psychoterror durch hartnäckiges Nachstellen, Telefonanrufe oder Emails strafbar. Bundesjustizministerin Brigitte Zypries erklärte, der Gesetzgeber habe damit ein eindeutiges Zeichen gesetzt: „Stalking ist keine Privatsache, sondern strafwürdiges Unrecht.“ Den Peinigern drohen jetzt Geldstrafen oder Freiheitsstrafen bis zu drei Jahren, in schweren Fällen sogar bis zu zehn Jahren. Bisher konnten Polizei und Justiz nur bei Körperverletzung oder Nötigung einschreiten.

Strafbar macht sich, wer einem Menschen nachstellt, über Telefon, Computer oder Bekannte unerwünschten Kontakt herstellt oder Waren und Dienstleistungen für das Opfer bestellt. Bei Todesgefahr oder schwerer Gesundheitsschädigung können bis zu fünf Jahre Freiheitsstrafe verhängt werden, beim Tod des Opfers bis zu zehn Jahre. Gefährliche Stalker können zudem in Haft genommen werden, um schwere Straftaten zu verhindern.

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