Putin-Berater garantiert Europa Energiesicherheit
„Kalter Krieg“ um russisches Gas

Die USA schalten sich in den Gasstreit zwischen der EU und Russland ein. Bei einem Kurzbesuch in Athen will US-Außenministerin Condoleezza Rice heute die griechische Regierung drängen, die Abhängigkeit von Russland in der Gasversorgung zu verringern. Die Russen bemühen sich derweil darum die Wogen zu glätten. Präsidenten-Berater Schuwalow bekennt sich zu den vertraglichen Verpflichtungen seines Landes und Gazproms.

BRÜSSEL/BERLIN. Auf Vorbehalte stößt in den USA vor allem die geplante Beteiligung des russischen Gasmonopolisten Gazprom an einer griechisch-türkischen Pipeline.

Die Pipeline gilt als Symbol für die Annäherung zwischen Athen und Ankara im Zuge des geplanten EU-Beitritts der Türkei. Washington hatte sich stets für die Aufnahme der Türkei in die Union stark gemacht, fürchtet nun aber eine zu große Abhängigkeit Südosteuropas von russischem Gas. In der vergangenen Woche hatte Gazprom-Chef Alexej Miller mit Äußerungen über mögliche Alternativen zum europäischen Gasgeschäft auch bei der EU in Brüssel Sorgen vor einer zu großen Abhängigkeit von Russland verstärkt. Der Vorsitzende des außenpolitischen Ausschusses im Europaparlament, Elmar Brok (CDU), hatte sogar vor einem „Kalten Krieg" ums Gas gewarnt.

Der Gasstreit dürfte auch beim EU-Russland-Gipfel Ende Mai in Sotschi am Schwarzen Meer zur Sprache kommen. Das Gipfelprogramm stehe zwar noch nicht fest, hieß es heute beim österreichischen EU-Ratsvorsitz in Brüssel. Es wird jedoch erwartet, dass Kommissionspräsident José Manuel Barroso den Energiestreit ansprechen wird. Barroso hatte sich bereit im März mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin getroffen, um auf die Einhaltung der Lieferverträge zu drängen.

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