Quote bei 11,5 Prozent
Arbeitslosenzahl steigt im Juli

Jahreszeitlich bedingt ist die Arbeitslosenzahl in Deutschland im Juli auf 4,772 Millionen gestiegen. Das hat die Nachrichtenagentur Reuters am Mittwoch erfahren. Die Arbeitslosenquote habe im Monatsvergleich um 0,2 Punkte auf 11,5 Prozent zugelegt.

HB BERLIN. Insgesamt gab es 68 000 Arbeitslose mehr als im Juni und 412 000 mehr als im Juli vorigen Jahres, meldete die Agentur unter Berufung auf mit den offiziellen Daten der Bundesagentur für Arbeit (BA) vertrauten Kreisen weiter. Der Anstieg im Monatsvergleich sei geringer ausgefallen als für die Jahreszeit üblich. Gründe dafür seien unter anderem, dass sich weniger Jugendliche nach Abschluss der Ausbildung und weniger Erwerbstätige arbeitslos gemeldet hätten als erwartet. Saisonbereinigt sei ein Rückgang um 40 000 Erwerbslose zu verzeichnen. Von Reuters befragte Volkswirte bei Banken hatten im Schnitt einen Rückgang um nur 10 000 erwartet. Die BA legt die Zahlen am Donnerstag in Nürnberg vor.

Von Juni auf Juli steigt die registrierte Arbeitslosigkeit auf Grund der üblichen Sommerflaute regelmäßig an, im Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre jeweils um 100 000. Der saisonale Anstieg ist vor allem damit zu begründen, dass sich Jugendliche nach Abschluss ihrer schulischen oder betrieblichen Ausbildung arbeitslos melden und dass Unternehmen erst nach den Sommerferien wieder vermehrt Arbeitskräfte einstellen. Der hohe Anstieg im Jahresvergleich geht zum größten Teil auf einen Statistik-Effekt der Hartz-IV-Arbeitsmarktreform zurück. Im Juni hatte die BA diesen Effekt mit 330 000 Arbeitslosen beziffert, weil viele frühere Sozialhilfebezieher durch die Zusammenlegung von Arbeitslosen- und Sozialhilfe zum Arbeitslosengeld II seit Jahresbeginn erstmals in der Arbeitslosenstatistik auftauchen.

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