Quote für Elektroautos
E-Auto-Streit mit China gelöst?

Die Deutsche Botschaft bestätigt offenbar einen Durchbruch im Streit um die E-Autoquote in China. Nach Informationen der „WirtschaftsWoche“ könnte es eine Sonderbehandlung für die deutschen Autobauer geben.
  • 0

DüsseldorfDer deutschen Regierung ist im Streit mit der chinesischen Regierung um eine verbindliche Quote für Elektroautos ein Durchbruch zugunsten der deutschen Autoindustrie gelungen. Das bestätigte die Deutsche Botschaft in Peking der WirtschaftsWoche: „In der Frage der NEV-Kreditquote gibt es eine für die deutsche Automobilhersteller zufriedenstellende Lösung“, hieß es aus der Botschaft.

Die NEV-Kreditquote meint die Quote an Elektroautos, die Hersteller auf dem chinesischen Markt jährlich bei ihren Neuzulassungen erreichen müssen. Laut Information der WirtschaftsWoche könnte es eine Sonderbehandlung für die deutschen Autobauer geben.

Geht es nach Peking, sollen Hersteller bereits ab dem kommenden Jahr acht Prozent ihrer Verkäufe mit E-Auto-Modellen machen. Die Quote sorgt seit Monaten für Streit. In einem Brandbrief hatten sich die Autoverbände aus den USA, Europa, Japan und Südkorea zuletzt heftig gegen das neue Gesetz gewehrt. In dem gemeinsame Schreiben forderten die Industrieverbände den Aufschub des neuen Gesetzes um mindestens ein bis drei Jahre. Die Ziele der Quote bereits ab 2018 seien unmöglich zu erfüllen. „China riskiert mit seiner Politik internationale Handelskonflikte“, drohten die Verbände.

Nun scheint China einzulenken. Obwohl die Quote beim Staatsbesuch des chinesischen Präsidenten Xi Jinping in Berlin vor zwei Wochen kein Thema gewesen sein soll, seien in den vergangenen Wochen Gespräche zwischen Berlin und Peking geführt worden, erfuhr die WirtschaftsWoche aus Kreisen der Bundesregierung. Ob die Einigung auch für andere ausländische Autobauer gilt, ist unklar.

Lea Deuber
Lea Deuber
Wiwo / China-Korrespondentin

Kommentare zu " Quote für Elektroautos: E-Auto-Streit mit China gelöst?"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%