
BerlinDer Druck auf Familienministerin Kristina Schröder (CDU) zur Einführung einer verbindlichen Frauenquote wächst. „Ich werde alles dafür tun, dass die Quote für Aufsichtsräte kommt“, bekräftigte EU-Justizkommissarin Viviane Reding am Wochenende. Schröder selbst wehrte sich gegen Belehrungen aus Brüssel. Aber auch innerhalb der Union wird der Ruf nach einer gesetzlichen Regelung lauter. Laut einer Studie des Auswärtigen Amtes drohen deutschen Unternehmen wegen der fehlenden Quote im Ausland Wettbewerbsnachteile.
„Ich will 40 Prozent Frauen in den Aufsichtsräten der börsennotierten Unternehmen bis zum Jahr 2020“, betonte die EU-Kommissarin im „Spiegel“. In einem Streitgespräch mit Schröder forderte sie die CDU-Politikerin auf, Vorschläge für Quoten sowohl in den Vorständen als auch in den Aufsichtsräten deutscher Unternehmen vorzulegen. Die Selbstverpflichtungen der Wirtschaft für einen höheren Frauenanteil in Spitzenpositionen hätten praktisch keine Ergebnisse gebracht.
Schröder verwahrte sich gegen Ratschläge aus Brüssel. „Die Bundesregierung ist der Meinung, dass Brüssel uns keine Quote vorschreiben kann“, entgegnete sie Reding. Der Frauenquote liege „kollektivistisches Denken“ zugrunde. „Ich halte es für absurd, ganz unterschiedlichen Unternehmen, von der Stahlbranche bis zu den Medien, eine einheitliche Quote vorzuschreiben“, fügte die Ministerin hinzu. Sie setzt auf die sogenannte Flexiquote, nach der Unternehmen selbst bestimmen können, welchen Geschlechteranteil sie anstreben.
Aber auch innerhalb der Union wird der Ruf nach einer verbindlichen Regelung lauter. „Wir brauchen jetzt eine gesetzliche Regelung für mehr Frauen in Führungspositionen der Wirtschaft“, forderte die Vorsitzende der Frauen-Union, Maria Böhmer (CDU), in der „Rheinischen Post“.
Unterstützung kommt auch von den Unions-Männern: „Die Flexiquote ist weiße Salbe“, sagte der CDU-Abgeordnete Marco Wanderwitz der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. Der CDU-Abgeordnete Jan-Marco Luczak forderte einen fraktionsübergreifenden Gruppenantrag zur Quote, wenn sich im Laufe dieses Jahres kein Ergebnis abzeichne. „Wir haben zehn Jahre auf Freiwilligkeit gesetzt. Das hat fast nichts gebracht“, sagte Luczak der Zeitung. Auch der CSU-Abgeordnete Josef Göppel sprach sich für eine „gesetzliche Vorgabe“ aus.
Alle drei haben die „Berliner Erklärung“ unterschrieben, in der Politikerinnen und Politiker aller Fraktionen eine Frauenquote von 30 Prozent für Aufsichtsräte fordern. Mittlerweile haben 15.066 Personen den Aufruf unterschrieben, zu den Erstunterzeichnerinnen gehört neben Böhmer auch Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU).

Haben die Damen und Herren in Brüssel keine anderen Probleme???
Nicht jeder Mist aus Brüssel, muss in Nationales Recht umgesetzt werden.
Basta/Alternativlos.
Danke

Dass Schröder eine Quotenfrau ist und deshalb gegen die Quote votiert ist doch nachvollziehbar. Schröder merkt dass sie nicht für voll genommen wird, sie merkt, dass ihr ein negatives Stigma angehangen wurde. Sie hat begriffen dass eine Quote eine Beleidigung für alle Frauen ist. So spricht für Schröder immerhin, sie ist lernfähig.

Aber die Tranzvestitenquote, die man hier Ladyboys nennt, ist noch nicht erfüllt. Bitte unbedingt erfüllen sonst klagen die noch.
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