RAG-Börsengang
Müller ist zu Kompromiss bereit

Die große Koalition in Berlin erteilt einer Zerschlagung des RAG-Konzerns eine Absage. Nach Informationen des Handelsblatt ist RAG-Chef Werner Müller im Gegenzug dazu bereit, nach der Gründungsphase auf den Vorsitz der künftigen Kohlestiftung zu verzichten.

HB BERLIN. Nach wochenlangem Gezerre will sich die SPD nun damit begnügen, dass der ehemalige Bundeswirtschaftsminister lediglich in der Gründungsphase der Stiftung die Weichen stellt. Er sei als Vater des Stiftungsmodells am besten mit der komplizierten Materie vertraut. Nach der Gründung der Stiftung werde er jedoch an die Spitze des weißen Bereichs des RAG-Konzerns wechseln, hieß es weiter. Einen entsprechenden Vorschlag habe die SPD am Montag Abend in die Sitzung des Koalitionsausschusses eingebracht, bestätigten Teilnehmer dem Handelsblatt.

Die Reaktion der Union sei „in der Tendenz positiv“ gewesen, hieß es weiter: „Das könnte der Weg sein, die Kuh vom Eis zu holen.“ Der Kompromiss sei mit Müller abgesprochen. Wer schließlich Vorsitzender der Stiftung werden soll, ist dagegen nach wie vor unklar.

Der Kompromiss trägt den Bedenken der Union gegenüber Müller Rechnung. Insbesondere der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) lehnt Müller als Stiftungsvorsitzenden ab. Die SPD dagegen hatte bislang darauf bestanden, Müller mit der Leitung der Stiftung zu betrauen. „Aus unserer Sicht ist er nach wie vor der beste Mann“, sagte ein führender Sozialdemokrat.

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