Raketentechnik geliefert
Spionageverdacht gegen Thüringer Firma

HB BERLIN. Die Bundesanwaltschaft ermittelt wegen Spionageverdachts gegen eine Thüringer Firma. Der Ermittlungsrichter am Bundesgerichtshof erließ Haftbefehl gegen den Exportchef der Firma, der gegen Auflagen aber wieder auf freien Fuß gesetzt wurde. Das Unternehmen steht im Verdacht, gemeinsam mit ausländischen Geheimdiensten Lieferungen von Testanlagen für Raketenträger an nicht näher genannte Staaten ermöglicht zu haben.

Die Ermittler untersuchten die Geschäftsräume des Unternehmens sowie zwei Wohnungen in Bayern. Den Firmenverantwortlichen wird demnach geheimdienstliche Agententätigkeit und ein Verstoß gegen das Außenwirtschaftsgesetz vorgeworfen.

Das Unternehmen lieferte nach Angaben der Bundesanwaltschaft bereits seit 2001 so genannte Vibrations-Testanlagen an fremde Staaten, die dort zur Entwicklung von Raketenträger-Technologie benötigt wurden. Die Lieferungen seien «im Rahmen nachrichtendienstlich gesteuerter Beschaffungsoperationen» erfolgt.

Die Firma habe außerdem 2002 über einen Drittstaat geliefert, um den tatsächlichen Endabnehmer zu verschleiern. In diesem Jahr hätten Ermittler die Auslieferung einer Bestellung stoppen können.

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