Randale

Angriff auf den Staat

Mit Molotowcocktails und Farbbeutel haben Unbekannte in der Nacht Polizeiwachen angegriffen. Dabei gingen mehrere Fahrzeuge in Flammen auf. Linke Randalierer werden hinter den Taten vermutet - Die Angriffe wären damit Fortsetzung der seit monaten andauernden PKW-Brandserie.
7 Kommentare

HB BERLIN. Politisch motivierte Kriminalität hat die Polizei in Hamburg und Berlin in der Nacht zum Freitag in Atem gehalten. In der Hansestadt brannte ein Polizeiwagen völlig aus, ein anderer wurde schwer beschädigt, in der Hauptstadt wurden drei Molotow-Cocktails auf ein Gebäude des Bundeskriminalamts geworfen. Menschen kamen in beiden Fällen nicht zu Schaden.

In Berlin beschädigten drei Brandsätze die Fassade eines Gebäudes auf dem Gelände des Bundeskriminalamtes im Stadtteil Treptow. Wie die Polizei mitteilte, warfen die Täter auch noch mehrere Pflastersteine und mit Farbe gefüllte Flaschen über den Zaun an das zweistöckige Haus. Anschließend flüchteten die Unbekannten und hinterließen auf der Fahrbahn mehrere so genannte „Krähenfüße“, die Reifen zerstechen können.

Ein Zusammenhang mit der in Bremen tagenden Innenministerkonferenz könne nicht bestätigt werden, sagte der Polizeisprecher, da es kein Bekennerschreiben gebe. Zwei weitere Attacken, allerdings mit Farbbeuteln und einem Farbeimer, wurden gegen das Büro der Bundestagsabgeordneten Petra Merkel (SPD) in Charlottenburg und ein CDU-Büro in Zehlendorf verübt.

In Hamburg griff eine Gruppe aus etwa zehn Vermummten ein Polizeirevier mit Steinen an und zündeten einen geparkten Streifenwagen an. Sie flüchteten nach der Tat, wie ein Polizeisprecher mitteilte. An der Wache wurden Scheiben eingeworfen, der Streifenwagen brannte aus, ein weiterer wurde schwer beschädigt. Der Vorfall ereignete sich im Schanzenviertel, wo es regelmäßig zu Auseinandersetzungen zwischen Polizei und Autonomen kommt. Später in der Nacht brannten in einem anderen Stadtteil noch zwei Behördenfahrzeuge aus. Die Wagen waren in der Nähe einer Ausländerbehörde und des Zolls geparkt.

Die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) und der Hamburger SPD-Landeschef Olaf Scholz verurteilten den Anschlag. Landes-Gewerkschaftschef Joachim Lenders sagte: „Der brutale, hinterhältige und feige Angriff auf das Polizeikommissariat 16 in der Lerchenstraße hat Wut, Empörung und Betroffenheit bei Hamburgs Polizisten ausgelöst.“ Er sprach von einem „brutalen und feigen Anschlag auf das Leben unserer Kollegen“. SPD-Chef Scholz sagte: „Das sind Vorfälle, die wir aus Hamburg wie aus ganz Deutschland bisher nicht kennen.“ Er nannte den CDU/Grünen-Senat bei der inneren Sicherheit „wenig glaubwürdig.“

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7 Kommentare zu "Randale: Angriff auf den Staat"

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  • @ yahel

    -Auch wenn es altmodisch oder im Jargon der Sozialisten, ewiggestrig, klingt, diesem Land fehlt Patriotismus!-

    Da kann ich nur voll und ganz zustimmen!!!

    Solange sich das Volk vor der Kiste bei bier und Wein wohlfuehlen wird es keine Arangement geben,
    woher kommt das? Unsere Politiker leben es uns vor, diese ganzen Luegen und lehren Versprechungen machen den Warhler muede, unlustig und faul, solange es ihm gut geht.
    Aber das ist ja jetzt bald vorbei, Gott sei Dank muss ich da sagen, denn ich hoffe es kommen mehr Leute auf die Strasse die es diesen inkompetenten Politikern beibringen werden.

  • @G8 (4)

    „Das mit der Ankündigung von Anschlägen ist ironie gewesen.“

    ich bekam eine Schreck. ;-).

    „Die Linksautonomen der Grünen sind keine Nazis sie sind das Gegenstück aber nicht weniger gefährlich.“

    Die kommen aus der selben Ecke. Die Grundfarbe ihrer Flaggen ist rot. Die einen nennen sich Sozialisten und singen die internationale, die anderen sind nationale Sozialisten und singen das Parteilied.
    Das ist auch der Grund, weshalb sie sich bekämpfen, es geht um Vorherrschaft. Von 1933-1945 hatten die Nazis das Sagen.

  • @ yahel

    Das mit der Ankündigung von Anschlägen ist ironie
    gewesen. Wenn die Hamburger Polizei sich nicht mal selbst schützen kann wie dann uns.

    Die Linksautonomen der Grünen sind keine Nazis sie
    sind das Gegenstück aber nicht weniger gefährlich.
    Sie werden nur von bestimmten Politischen Gruppen hoffiert die es bis an den Trog geschafft haben und nicht mehr selber die Strassen unsicher machen können.

  • @ G8
    „ihre Anschläge anzukündigen das wäre zumindest dann nicht Feige.“

    ist das ihr ernst?
    Wenn mein Großvater, 1899 –1978, Urberliner, diesen Artikel gelesen hätte, hätte sich sein Kommentar dazu etwa so angehört: „ Dett hättet zu Kaisers Zeiten nich jejeben, da wär die Schupo hinjejangen und hätte blank jezogen, die wärn aber jeflitzt, dett kannste jloben.

    Solange es Politiker gibt, die, wie ein berliner bürgermeister, sich darüber freuen, „daß auch zugewanderte bürger von ihren bürgerrechten Gebrauch machen und die Arbeit der Polizei vor Ort kontrollieren“, müssen wir uns nicht über derartige Exzesse wundern. Daß diese „Kontrolleure“ die beamten massiv bedroht hatten als sie ihrer Aufgabe nachgingen, scheint dieser Politiker billigend in Kauf zu nehmen. Was diesem Land fehlt, sind Politiker, die zu diesem Land, zu ihren bürgern stehen. Auch wenn es altmodisch oder im Jargon der Sozialisten, ewiggestrig, klingt, diesem Land fehlt Patriotismus. Nicht so übertrieben wie in den USA aber mit Herz und Hand für dieses Land in dem er lebt einzustehen, sollte sich schon jeder bürger zumuten.

    „Die Autonomen in Hamburg sind der militärische Arm der Grünen und werden indirekt von ihnen unterstützt.“

    Nennen wir das Kind beim Namen, vor 76 Jahren nannte man diese Truppe SA.

    Protest gegen eine politische Entscheidung ist demokratisches Recht. Wer dies überzieht und Sachen beschädigt oder Menschen zur Durchsetzung seiner Ziele angreift, verletzt oder gar umbringt, muß die Konsequenzen zu spüren bekommen. An diesen Konsequenzen mangelt es in diesem Land, schon bei vielen Kleinen im Elternhaus.

  • Das sind wahrscheinlich nur die ersten Abschlagszahlungen von der TOTAL-Abrechnung die der Pöbel noch stellen wird.

  • Als Hamburger frage ich mich was können wir bürger tun um unsere Polizei zu schützen. Ein Hinterhältiger Anschlag und dazu noch Feige. Man sollte die Autonomen bitten vorher in der Wache
    ihre Anschläge anzukündigen das wäre zumindest dann
    nicht Feige. Aber man muss schon genau hinsehen um die Hintergründe zu verstehen. Die Autonomen in Hamburg sind der militärische Arm der Grünen und werden indirekt von ihnen unterstützt. ihre Ziele sind identisch mit denen im Rathaus. Gewalt gab es immer in Hamburg und die Hafenstrasse ist allen noch sicher bekannt. Hier hatte ein schwacher bürgermeister sich soweit erniedrig das die bürger
    einen rechtsfreien Raum vorgesetzt bekamen. Die
    bewohner hatten am Ende gesiegt gegen einen schwachen Staat.Ohne Unterstützung der Grünen wäre das nicht möglich gewesen. Heute haben wir das gleiche Problem. Die Schanze liebevoller Stadteil
    mit urigen Kneipen ist im Fokus von investoren und besserverdienenden. Dagegen hat sich Widerstand gebildet zumal der soziale Wohnungsbau in Hamburg fast zum erliegen gekommen ist. Lieber baut man in Hamburg für 500 Millionen die Elbphilharmonie die
    dann die Wohnungslosen von aussen besichtigen können. Also die Situation im Vergleich wäre z.b
    wenn die bundeswehr mit den Taliban sich verbünden würde. Die Taliban sagen bei jeden Anschlag das verurteilen wir aufs schärfste und planen schon den nächsten Hinterhalt. Hamburg wurde in 40 Jahren immer krimineller. Unter Rot Grün durften Polizisten
    Drogendealer nur Platzverweise am Hauptbahnhof ausstellen unter Protest der mitregierenden Grünen.
    Das Vorgehen gegen Ausländer wurde sofort mit einer
    Horde von Anwälten begegnet die unseren Polizisten Rassimus vowarfen. Helmut Schmidt den ich persönlich sehr achte war eine einzige posetive Ausnahme.

  • ich bin sehr betroffen über ihren Artikel, in dem sie schreiben, Angriff auf den Staat. Nach meinem Kenntnisstand ist dies gar nicht möglich was sie hier schreiben, den unser ehemalige innenminister Schäuble hat doch alles Überwacht und im Griff? Wie also kann so etwas geschehen? ist es nicht so, unsere Politiker brauchen diese Gruppen, um weitere Grundrechte des Volkes zu beschneiden? Wenn die Herrn innenminister es wollten wäre der Spuk schon lange vorbei. Den Krawallmacher, wird nicht an den Geldbeutel oder deren Eltern gegriffen, nein der dumme Steuerzahler wird wie immer zur Kasse gebeten. Die gleichen Krawallmacher die 1968 Aktie waren sind heute hoch angesehene Politiker, und auch diesen Weg gehen die heutigen Autonome in ca. 40 Jahren sind sie an der Macht. Also warum aufregen?

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