Rassismusbekämpfung
Merkel kündigt härtere Gangart an

Nicht nur in Potsdam, auch im ostbayerischen Cham sorgt ein vermutlich fremdenfeindlicher Übergriff für Aufregung. Politik und Sicherheitskräfte haben vor diesem Hintergrund kurz vor der Fußball-Weltmeisterschaft schnelles und konsequentes Handeln gegen Gewalttäter angekündigt – allen voran Angela Merkel.

HB BERLIN. Die Bundeskanzlerin sagte am Mittwoch auf dem DGB-Kongress in Berlin: „Wer in unserem Land andere Menschen angreift, sie bedrängt oder gar töten will, zum Beispiel weil sie aus einem anderen Land kommen oder weil sie eine andere Hautfarbe haben, der muss mit der ganzen Härte des Gesetzes unseres Staates rechnen.“

Unterdessen musste im Fall des Ostern in Potsdam angegriffenen und schwer verletzten farbigen Deutschen einer der beiden Verdächtigen auf Antrag von Generalbundesanwalt Kay Nehm wieder in Haft. Neue Beweisergebnisse hätten den Verdacht gegen den 29-Jährigen erhärtet, teilte die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe mit. Beide Verdächtige waren erst am Dienstag auf freien Fuß gekommen.

Im ostbayerischen Cham wurde zum zweiten Mal binnen weniger Wochen ein Mann bei einem vermutlich fremdenfeindlichen Übergriff verletzt. Zwei Jugendliche beleidigten nach Angaben der Polizei einen 45 Jahre alten Deutschen, der gebürtiger Türke ist, und verletzten ihn mit Faustschlägen am Kopf.

Der in der vergangenen Woche überfallene Berliner Linkspartei- Politiker Giyasettin Sayan wurde aus dem Krankenhaus entlassen. Der 56-Jährige war in der Nacht zum Samstag vermutlich aus fremdenfeindlichen Motiven von zwei Männern im Stadtteil Lichtenberg angegriffen und schwer verletzt worden.

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