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04.09.2008 
Bütikofer-Nachfolge

Ratzmann verzichtet auf Grünen-Vorsitz

Die Kampfkandidatur um den Parteivorsitz bei den Grünen ist vorzeitig entschieden: Der Berliner Grünen-Fraktionsvorsitzende Volker Ratzmann zieht seine Bewerbung aus familiären Gründen zurück.

Volker Ratzmann Foto: apLupe

Volker Ratzmann Foto: ap

bag/HB BERLIN. Volker Ratzmann bestätigte seinen Rückzug am Donnerstagvormittag auf einer Pressekonferenz in Berlin. Grund für den Schritt: Der 48-Jährige wird bald Vater und will sich der Familie widmen.

Ratzmann sagte, seine Lebensgefährtin, die Grünen-Bundestagsabgeordnete Kerstin Andreae, und er erwarteten ein Baby. Weiter sagte er, seine Lebensgefährtin wolle im kommenden Jahr wieder für den Bundestag kandidieren und er glaube nicht, dass das gleichzeitige Ausüben politischer Ämter von Mutter und Vater mit der Erziehung eines Kindes zu vereinbaren sei.

Nach dem Rückzug Ratzmanns bleibt als einziger Kandidat der Europaabgeordnete Cem Özdemir als Co-Vorsitzender neben Claudia Roth, die sich zur Wiederwahl stellt. Die Wahl steht auf der Bundesdelegiertenversammlung am 14. November in Erfurt an.

Der 48-jährige Jurist hatte Mitte Juni in Konkurrenz zu Özdemir seine Kandidatur als Nachfolger des bisherigen Bundesvorsitzenden Reinhard Bütikofer angemeldet. Unterstützt wurde er von der Vorsitzenden der Grünen-Bundestagsfraktion, Renate Künast. Bütikofer als Vertreter des Realo-Flügels hatte angekündigt, er wolle nicht wieder antreten und sich um einen Sitz im Europaparlament bewerben.

Der Zuspruch und die echte Wahlmöglichkeit für die Grünen-Basis hätten ihn zu seiner Bewerbung bewogen, über die er seit mehreren Wochen nachgedacht habe, hatte Ratzmann Mitte Juni gesagt. Özdemir hatte seine Bewerbung 14 Tage früher angemeldet. Der 42-jährige Schwabe türkischer Herkunft kündigte damals an, im Falle seiner Wahl wolle er auf einen teamorientierten Arbeitsstil setzen.

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